26. Grundschule

Mündliche Verwarnungen und Ordnungsgelder für Verstöße von Elterntaxis

Rücksichtslose Fahrerinnen und Fahrer von Elterntaxis hat das Ordnungsamt vom 5. bis zum 15. Januar in der Aktionswoche „Schulwegsicherheit“ ins Visier genommen. Einer der drei Schwerpunkte der regelmäßigen Kontrollen war die 26. Grundschule im Bereich Osterbergstraße / Markusstraße. Die anderen beiden waren die 4. Grundschule in der Inneren Neustadt und die 25. Grundschule in Striesen. An elf weiteren Standorten, so vor der 8. Grundschule in der Konkordienstraße und der Schule für Lernförderung in der Leisniger Straße fanden einmalige Kontrollen statt. Die heute veröffentlichte Bilanz nennt die häufigsten Verstöße der Eltern: Halten oder Parken in zweiter Reihe, auf dem Gehweg oder am linken Fahrbahnrand. 77 Verwarnungsgelder und 52 mündliche Verwarnungen mussten ausgesprochen werden.

Ich bin erschrocken, wie rücksichtslos einige Eltern mit der Sicherheit anderer und der eigenen Kinder umgehen“, reagierte Detlef Sittel (CDU), Erster Bürgermeister und zuständig für das Ordnungsamt. „Alle müssen sich an geltende Regeln halten. Gerade Eltern sollten hier Vorbilder sein“, fügte er hinzu.

52 Autofahrer hätten sich von den Mitarbeitern des Gemeindlichen Vollzugsdienstes (GVD) über ihr Fehlverhalten aufklären lassen und sich dann korrigiert. „Da sich die Betroffenen einsichtig zeigten, kamen sie mit dieser mündlichen Verwarnung davon. Ich hoffe, diese Einsicht hält länger als einen Tag an“, kommentierte dies Sittel. 77 mal hätten die Autofahrer jedoch keine Einsicht gezeigt oder wären nicht am Auto gewesen. Hier seien entsprechende Ordnungswidrigkeiten angezeigt worden. Die Betroffenen müssten nun mit einem Verwarnungsgeld rechnen. Einige Eltern, so heißt es in der Bilanz, hätten gegenüber den GVD-Bediensteten auch aggressiv reagiert. Die Kontrollen würden in regelmäßigen Abständen wiederholt, kündigte Sittel an.

4 Meinungen zu “Mündliche Verwarnungen und Ordnungsgelder für Verstöße von Elterntaxis

  1. Mirowski-Kämmer 15. Februar 2019 at 23:04 -

    Es ist eine Frechheit wie einseitig hier berichtet wird. Eltern die gerne ihr Auto auf einem vernünftigen Parkplatz abstellen würden, werden als rücksichtslos dargestellt. Fakt ich als Anwohner und unmittelbar beteiligter sehe das anders. Es werden seit Jahren Immobilien in Pieschen seitens der Stadt verschleudert, diese werden saniert und vermietet. Parkplätze werden stattdessen keine geschaffen. Die wenigen Möglichkeiten die es gibt sind oft mit langen Wartezeiten verbunden. Mittlerweile sind mache bereit 50€-100€ für Stellplätze auszugeben. Das ist kein Zustand! Die Stadt zieht sich aus der Affäre. Was noch viel schlimmer ist gerade jetzt wo in ganz Pieschen die Straßen an das Fernwärmenetz angeschlossen werden und dadurch immer mehr Parkplätze wegfallen, steigen komischerweise die Kontrollen des Ordnungsamtes. Das sollte mal berichtet werden.

    • > werden als rücksichtslos dargestellt

      Oh, ein getroffener Hund bellt? Jeden Morgen sehe ich vor Schulen, Kindergärten und ähnlichem PKW im Parkverbot stehen – meist Mittlerweile sind mache bereit 50€-100€ für Stellplätze auszugeben. Das ist kein Zustand!

      Platz in der Stadt ist halt teuer? Wenn du keine Fläche mieten willst, dann kauf sie dir halt! Warum soll die Stadt für deine Dreckskarre blechen?

      > steigen komischerweise die Kontrollen des Ordnungsamtes

      Wenn du dich an die Regeln hältst, hast du vor dem Ordnungsamt überhaupt nichts zu befürchten – aber je mehr Leute halt ihre Karre überall fallen lassen (und in Pieschen sind das verdammt viele – jeden Morgen stehen mir etliche PKW im Weg, fast nie ein Strafzettel dran), desto wichtiger werden halt Kontrollen.

      Und ganz ehrlich: 15€ für Falschparken sind ein Witz!

    • In meinen Augen ist ihr Kommentar einseitig, nicht der Bericht. Wäre ja blöd, wenn das Ordnungsamt Fahrer ins Visier nimmt, die sich an die Regeln halten…

      Bei meinem morgendlichen Gang zur Arbeit (zwei Kilometer zu Fuß, auch das ist möglich) komme ich an einer Schule und einem Kindergarten vorbei. Es gibt viele Eltern, die meist korrekt parken und dabei auch mal einen Fußweg von 100 Metern in Kauf nehmen. Und es gibt die Eltern, die in zweiter Reihe oder auf dem Fußweg parken, obwohl der nächste freie Parkplatz nur 50 Meter entfernt ist.

      Ich freue mich über die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die genau diese Eltern ins Visier nehmen. Es sollten mehr Kontrollen geben, weil, wie bereits angesprochen, Falschparker leider eher selten einen Zettel am Auto haben.

      Darüber hinaus: wer Wohnraum schafft, muss auch Parkplätze bauen. Das ist hier in Dresden so geregelt.

      Darüber hinaus fordere ich: Jeder Parkplatz sollte im Vergleich zum umliegenden Mietpreis entsprechend kosten. Mieten steigen und Parkplätze verschenkt die Stadt? Das ist für mich nicht logisch.

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