Krippe „Haus der Kinder“ wiedereröffnet: Am Trachenberger Platz kommen Kleine groß raus

Mehr Platz zum Spielen, Toben und Lernen: Das bekommen Kinder in der neuen Krippe „Haus der Kinder“. In der vergangenen Woche wurde der zweigeschossige Neubau am Trachenberger Platz 2 wiedereröffnet. Vorher war nur Platz auf einer Etage, jetzt kann die Krippe insgesamt 60 Kinder bis zu drei Jahren aufnehmen. Gute Wünsche haben zur offiziellen Wiedereröffnung am Donnerstag auch mitgegeben: Hartmut Vorjohann (CDU), Bürgermeister für Bildung und Jugend, und Christian Piwarz (CDU), sächsischer Kultusminister. Die ersten 27 Kinder erkunden das neue Areal schon.

Bürgermeister Hartmut Vorjohann und Kultusminister Christian Piwarz übergaben den symbolischen Schlüssel für den Neubau an die Leiterin Sara Untenzu. Foto: M. Skurt

Ein moderner Neubau auf zwei Etagen

Die neue Krippe ist großzügig konzipiert. Auf jeder Etage gibt es helle Gruppenräume. Für viel Licht sorgen die fast bodentiefen Fensterfronten. Der Abteilungsleiter Bau- und Liegenschaftsverwaltung des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen, Andreas Kurz, kommentiert: „Für Kinder gibt es keinen Luxus. Es freut mich jedes Mal, wenn ich für Kinder bauen darf und sie sich wohlfühlen.“

Jedes Geschoss hat Platz für 30 Kinder. Ab Oktober betreuen insgesamt 12 Erzieher und Erzieherinnen die Kinder. Anmeldungen sind noch möglich. Für interessierte Eltern gibt es am 29. August einen Tag der offenen Tür. Momentan kommen die Kleinen vor allem aus Pieschen. Vereinzelt aber auch aus Radebeul, wie Krippenleiterin Sara Untenzu sagt. Um eine weiterführende Betreuung zu sichern, kooperiert das „Haus der Kinder“ mit den umliegenden Kitas auf der Heidestraße.

Ein großzügig gestalteter Spielbereich mit vielen alten Bäumen – für Kinder ist viel Platz zum Toben. Foto: M. Skurt

Große Spielfläche mit vielen alten Bäumen

Nicht nur die Innenräume wurden neu gebaut, sondern auch das Außengelände. Eine Terrasse führt zum Spielbereich, der viele schattige Plätze bietet. Der Erhalt der alten Bäume wurde im Landschaftskonzept besonders berücksichtigt. „Bäume sind viel besser als Sonnensegel, um Schatten zu spenden“, erklärt Landschaftsarchitektin Claudia Blaurock. „Denn sie spenden auch Kühle. Die Kleinkinder können noch nicht richtig schwitzen, deswegen haben wir die Bäume gesichert.“

Neben Sandkästen und kleinen Beeten, unter anderem mit Lavendel, Minze und Melisse, können Kinder Wildkirschen und Felsenbirnen naschen. Ein Highlight: die „Wilde Ecke“ mit Rutsche und Tunnelröhre zum Toben. Ein kleiner Aufgang mit großen Steinen und einem Seilgeländer ist besonders aufregend für Kinder. Hier können sie ausgiebig klettern. Auf den ersten Blick sieht das nicht ungefährlich aus. Abteilungsleiter Kurz kommentiert: „Wir haben ganz bewusst die Steigung mit den Steinen eingebaut. Denn es ist wichtig, dass Kinder lernen, Gefahren zu erkennen. Nur so können sie in Zukunft entsprechend reagieren.“

Die „Wilde Ecke“ ist ein besonderes Highlight in der Krippe „Haus der Kinder“. Foto: M. Skurt

Das „Haus der Kinder“ hat eine lange Geschichte

Zuvor stand am selben Ort eine 1965 erbaute eingeschossige Kindertageseinrichtung. 2015 ergab eine Untersuchung, dass die Sanierung des in die Jahre gekommenen Flachbaus unwirtschaftlich ist. Somit wurde entschieden, neu zu bauen. Das Ziel: Den Kitastandort Pieschen erhalten. Im März 2017 wurde das Haus zunächst ersatzlos geschlossen. Die Krippe eröffnete ab August 2018 erneut – ausgelagert in der Weinbergstraße 2. In den Ersatzneubau investierte die Stadt 3,3 Millionen Euro. 2,3 Millionen Euro stammen aus dem Förderprogramm des Bundes „Brücken in die Zukunft“.

Service:

WAS: Tag der offenen Tür
WANN: 29. August, 16 bis 18 Uhr
WO: Krippe „Haus der Kinder“, Trachenberger Platz 2,

>> mehr zum Krippenkonzept und zur Anmeldung

 

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