Katharina Salomo und Thomas Zahn als Rosalie von Rauch und Earl of Findlater im Römischen Bad

In der Rolle der Rosalie von Rauch, Gräfin von Hohenau, ist Buchverlegerin Katharina Salomo bei der Dresdner Schlössernacht am kommenden Sonnabend zu erleben. Gemeinsam mit dem Earl of Findlater, dargestellt von Thomas Zahn, will sie das Römische Bad am Schloß Albrechtsberg in diesem Jahr besonders in Szene setzen. Rosalie von Rauch ist die zweite Frau von Prinz Albrecht von Preußen, der das Schloss zwischen 1850 und 1854 bauen ließ. Zuvor, ab dem Jahr 1803, hatte das Areal dem schottischen Adligen James Ogilvy, 7. Earl of Findlater, gehört, der sich auf dem damals hier befindlichen Weinberg für sich und seinen Lebenspartner Georg Christian Fischer ein Palais errichten ließ.

Inzwischen wartet das Römische Bad unterhalb des Schlosses schon viele Jahre auf eine Sanierung. „Das Römische Bad ist ein wunderschöner Veranstaltungsort, aber seit 2011 leider eine Baustelle“, bedauert Schlössernacht-Projektleiter Jörg Ullrich. „Wir begrüßen daher die aktuellen Initiativen, die Sanierung endlich in Gang zu bringen.“ Am Bauzaun können die Besucher mehr über die Geschichte des Römischen Bades erfahren. Hier werden auch Unterschriften gesammelt, um den Beginn der Sanierung zu beschleunigen.

Rosalie von Rauch und der Earl of Findlater werden munter aus der Schlossgeschichte plaudern. Und niemand sollte es ihnen verübeln, wenn sie die Gelegenheit nutzen und auf die Veranstaltung „Dresden (er)lesen“ im Schloss Albrechtsberg aufmerksam machen. Die feine kleine Büchermesse findet am 8. September 2019, dem Tag des offenen Denkmals, statt, der Eintritt ist frei. Mit dabei auch viele Verlage, die ihre Bücher in der Buchhandlung „Shakespeares Enkel“ in der Weimarischen Straße präsentieren. Aber das ist eine ganz andere Initiative von Katharina Salomo. Hier ist sie die Verlegerin.

Thomas Zahn wird zum Tag des offenen Denkmals nicht als Earl in Erscheinung treten, sondern als Herr Melchior gemeinsam mit seinen Besuchern die spannende Welt des Schreibens erkunden. Der lange Weg von einfachen Zeichen bis zu unseren heutigen Buchstaben spielt dabei ebenso ein Rolle wie die Materialien, auf denen die Zeichen die Zeit überdauerten – Pergament, Papyrus, Holz, Stein oder Palmblätter.

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Doch zunächst ist erst einmal Schlössernacht, in diesem Jahr bereits zum elften Mal. Insgesamt werden 15 Bühnen aufgebaut, 60 gastronomische Stände eingeräumt und sechs Kilometer Wege zwischen den drei Elbschlössern mit Lichterketten gesäumt. Schon seit Dienstag ist ein Team von rund 100 Leuten bei den Aufbauarbeiten im Einsatz.

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