Toben nicht möglich – Spielplatz-Bauarbeiten im Stadtbezirk Pieschen

Lange Gesichter bei allen Kindern, die sich derzeit auf dem Hüpfband des Spielplatzes Altpieschen austoben wollen: Seit reichlich zwei Monaten fehlt das schwarze Gummiband. Und es wird voraussichtlich auch nicht so schnell erneuert werden, teilte das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft jetzt auf Anfrage von „Pieschen aktuell“ mit. Das Band sei „bei der letzten Jahreshauptinspektion im Frühjahr als nicht mehr verkehrssicher eingestuft“ und im August demontiert worden, so die Mitarbeiter. „Eine Reparatur ist nicht mehr möglich, da alle Teile am Gerät verschlissen sind. Hauptursache sind die verfaulten Holzstandpfosten.“ Auch das Schaukelgestell sei abgenutzt. Im Stadtgrün-Amt ist man sich bewusst, dass das Hüpfband „bei den Kindern sehr beliebt“ ist. Deshalb soll es ersetzt werden. Aber: „Ein Zeitfenster gibt es noch nicht.“ Perspektivisch könne man den Spielplatz mit neuen Geräten und Angeboten gestalten – „abhängig vom verfügbaren Budget“. Bis dahin müssen Kinder und Eltern mit dem abgespeckten Tobeplatz Vorlieb nehmen.

Die Tragpfosten sind verrottet und müssen erneuert werden. Foto: T. Tröger

Auch andere Spielplätze im Stadtbezirk Pieschen sind derzeit nicht oder nur eingeschränkt nutzbar oder werden in den kommenden Monaten gesperrt.

Spielplatz Trachenberger/Ecke Grimmaische Straße

Gewerkelt wird seit Anfang Oktober am „Zwei-Hügel-Spielplatz“ am nördlichen Ende der Trachenberger Straße. Auch dort waren die Kletter- und Spielgeräte so marode, dass es „dringend erforderlich“ war, sie abzubauen, so das Amt für Stadtgrün. Bei der Erneuerung trat ein Problem auf: Sobald die Planer einen bestehenden Spielplatz verändern, müssen sie die aktuellen Vorschriften zur Spielgerätesicherheit beachten. „Damit war die Netzbrücke zwischen den Hügeln nicht mehr zulässig, da sie als von außen bekletterbar gilt“, so das Amt, „und auch die hohe Rutsche in offener Form entspricht nicht mehr der Norm“. Also versuchten die Mitarbeiter den Spagat: Sie wollten den Spielwert nicht verringern und die Geländesituation mit den zwei Hügeln beibehalten, weil die Kinder den Spielplatz gerade deshalb lieben, aber dennoch „der neuen Normung entsprechen“ und mit dem vorhandenen Budget auskommen.

Die beiden Spielhäuser und die hölzernen Pfähle stehen bereits. Foto: T. Tröger

Nun steht auf dem rechten Hügel ein hölzerner „Turm, von dem eine Röhrenrutsche nach hinten in die Kiesfläche abgehen wird“, beschreibt das Amt die Planungen. Vom Turm aus wird künftig ein schmaler Steg über die Mauern auf den anderen Hügel führen, wo er in eine Fallschutzkies-Fläche mündet. Der linke Hügel wurde ein wenig abgeflacht. Oben stehen schon ein kleines Spielhäuschen sowie Holzpfosten, aus denen Balancier- und Kletterelemente und ein Reck werden. Am Fuße des linken Hügels, wo früher die lange Rutsche endete, gibt es nun auf Wunsch einiger Eltern statt der Kiesfläche einen großen Sandkasten, damit auch die ganz Kleinen buddeln und Spaß haben können.

Mit Netzbrücke und großer Rutsche: So sah der Spielplatz früher aus. Foto: W. Schenk

Die neue Röhrenrutsche soll in der kommenden Woche geliefert werden. Dann müssen die Amtsmitarbeiter noch überlegen, wie man verhindern kann, dass Kinder außen auf der Rutsche herumklettern und womöglich hinunterfallen.

Der gesamte Umbau des Spielplatzes wird rund 50.000 Euro kosten. Wann er beendet wird, sei derzeit noch nicht absehbar, so die Stadtverwaltung. „Die Eröffnung ist abhängig von der Ergänzung an der Rutsche und vom abnahmefähigen Zustand des Rasens. Spätestens im Frühjahr wird der Spielplatz wieder nutzbar sein.“ Derzeit ist auf den Aushängen am Spielplatz noch der 30. November als Ende der Bauzeit angegeben. Diese Daten sollen angepasst werden.

Auf dem Plan gut zu erkennen: der neue Sand-Buddelkasten für Kleinkinder (links unten) und der Graben zwischen den beiden Hügeln. Foto: T. Tröger/Plan: Landeshauptstadt Dresden

Spielplatz Neuländer Straße

Auf dem Spielplatz an der Neuländer/Ecke Moritzburger Landstraße will das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft noch in diesem Jahr ein neues Spielhaus aufstellen. „Perspektivisch soll auch dieser Platz komplett saniert werden. Sandkasten und diverse Holzspielgeräte müssen ersetzt werden.“

Spielplatz Albert-Hensel-Straße

Dem Spielplatz neben der Weinbergskirche in Trachenberge wird es in diesem Winter an den Kragen gehen. Die Mitarbeiter des Stadtgrün-Amtes bauen ihn komplett zurück, weil die Kirchgemeinde in diesem Bereich eine neue Abwasserleitung installieren muss und anschließend die Außenanlage neu gestalten wird. Die Stadtverwaltung möchte den Spielplatz aber weiter betreiben und ihn – „je nach finanziellen Spielraum“ – im Jahr 2019 neu arrangieren.

Wird in dieser Form nicht mehr lange bestehen: der Spielplatz an der Weinbergskirche. Foto: T. Tröger

Spielplatz Hartigstraße

Wer in den vergangenen zwei Jahren mit seinen Kindern zum Buddeln, Rennen und Klettern auf den Platz an der Hartigstraße gehen wollte, stand des Öfteren vor einem verschlossenen Tor. Das begründet das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft mit Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück hinter dem Spielplatz. Der Eigentümer hatte es umgestaltet und einen neuen Zaun errichtet. Das Amt nutzte die Sperrzeiten, um die Spielgeräte zu reparieren. „Die Standpfosten aus Robinie wurden holzbautechnisch saniert, die verschlissenen Podestbeläge wurden durch Balancierbalken und Seile ersetzt, so dass das Spielgerät auch attraktiver zum Spielen wurde.“ In diesem Jahr sei zudem der Eingangsbereich so ausgebaut worden, dass auch größere Pflegefahrzeuge auf den Platz fahren können, um beispielsweise den Sand zu wechseln oder die Bäume zu pflegen. Drei Bäume sollen 2019 neu gepflanzt werden.

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