Thema: Ortsbeirat

Andreas Dude Claudia Kunig

Ortsbeirat: Klares Votum für sechs Zebrastreifen im Ortsamt Pieschen

Der Ortsbeirat Pieschen hat sich einstimmig für die Einrichtung von Fußgängerüberwegen an sechs Standorten ausgesprochen. Die Ortsbeiräte folgten mit ihrem Votum einem Änderungsvorschlag der SPD zu einem Antrag der drei Stadtratsfraktionen von Linke, Grünen und SPD, der gestern im Ortsbeirat auf der Tagesordnung stand.  Ganz oben auf der Liste der Forderungen steht die Einrichtung eines Zebrastreifens am Haltepunkt Pieschen. Dessen Einrichtung soll „in Kombination mit einer Mittelinsel und unter Abstimmung mit der DVB, um eine sinnvolle Kombination von Zebrastreifen und ÖPNV zu erreichen“ geprüft werden, heißt es in dem Änderungsantrag.  Claudia Kunig und Andreas Dude, die Initiatoren der e-Petition zur Verkehrslösung am Leisniger Platz, fühlten sich bestätigt. „Mit dem Beschluss bin ich hochzufrieden“, sagt Dude. Zebrastreifen seien viel besser als Ampeln, ist er überzeugt und Claudia Kunig ergänzt: „In Deutschland ist die Kultur der Zebrastreifen verloren gegangen. Die Kraftfahrer sind nicht mehr daran gewöhnt. Das kenne ich zum Beispiel aus der Schweiz ganz anders“, sagte sie nach der Abstimmung im Ortsbeirat. Beide freuen sich darüber, dass sich ihr Engagement offensichtlich gelohnt hat.

Der Änderungsantrag umfasst folgende Vorschläge:

  • S-Bahn Haltepunkt Pieschen, ggf. in Kombination mit einer Mittelinsel und unter Abstimmung
    mit der DVB, um eine sinnvolle Kombination von Zebrastreifen und ÖPNV zu erreichen
  • Rehefelder Straße auf Höhe der Robert-Matzke- Straße (DRK-Pflegeheim)
  • Industriestraße/ Kopernikusstraße/Am Trachauer Bahnhof
  • Hubertusstraße/Riesaer Straße/Volkersdorfer Straße (Zugang Kita Riesaer Straße)
  • Erfurter Straße auf Höhe des neuen Schulcampus
  • Mohnstraße zwischen Leipziger Straße und Altpieschen/Bürgerstraße

Martin Schulte-Wissermann, Stadtrat für die Piraten und Mitglied der Linke-Fraktion, hatte den interfraktionellen Antrag im Ortsbeirat vorgestellt. Ziel sei, stadtweit 20 Zebrastreifen einzurichten. Dabei wolle man die Ortsbeiräte und Ortschaftsräte mit ihren Vorschlägen einbeziehen, betonte er. „Deren aktive Mitgestaltung ist ausdrücklich gewünscht“. Er erläuterte auch, unter welchen Bedingungen Zebrastreifen nicht genehmigungsfähig seien und nannte als Beispiel mehrspurigen Fahrbahnen in einer Richtung oder Straßen mit Straßenbahngleise, die nicht in einem eigenen Gleisbett verlaufen.

Rotraud Sawatzki (CDU) äußerte Zweifel an der Bereitstellung der nötigen Haushaltsmittel. Schulte-Wissermann erwiderte darauf, dass es sich bei Fußgängerüberwegen um ganz normale Verkehrsmaßnahmen handele, wie auch die Einrichtung einer Ampel. Diese würde auch nicht extra vom Stadtrat beschlossen.

 

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