Thema: Landtagswahl 2019

Drews Vincent Engel Stefan

LTW 2019: SPD-Ortsverein nominiert Vincent Drews als Bewerber um Direktmandat

Ein Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen hat sich die Pieschener SPD auf ihren Direktkandidaten verständigt. Sie will SPD-Stadtrat Vincent Drews im Wahlkreis 47 ins Rennen schicken. Zu dem Wahlkreis, der auch als Dresden 7 bezeichnet wird, gehören neben dem kompletten Ortsamtsbereich Pieschen auch die Ortsteile Cotta, Friedrichstadt und Wilsdruffer Vorstadt. Die Landtagswahl 2019 findet am 1. September statt.

Drews gehört seit 2014 dem Dresdner Stadtrat an und ist derzeit sozial- und integrationspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Der 30-Jährige ist studierter Erziehungswissenschaftler und arbeitet als Geschäftsführer eines Vereins in der politischen Jugendbildung. Die offizielle Nominierung der Landtagskandidaten der Dresdner SPD soll am 3. November stattfinden.

Drews ohne Gegenstimmen nominiert

„Mit Vincent Drews wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern ein überzeugendes Personalangebot bei der anstehenden Landtagswahl machen. Pieschen braucht einen Abgeordneten, der die Probleme vor Ort kennt und tatsächlich ansprechbar ist“, erklärte Ortsvereinsvorsitzender Stefan Engel. Drews setze sich seit 2014 für Pieschener Themen im Stadtrat ein, sei hier zur Schule gegangen und im Sportverein aktiv gewesen. Auch bei den Sitzungen des Ortsbeirates Pieschen ist Drews häufig zu sehen.

„Die Menschen in Pieschen verdienen es, von jemandem vertreten zu werden, der die Situation und die Bedürfnisse der Menschen aus eigener Anschauung vor Ort kennt“, erklärte Drews, der am vergangenen Donnerstag ohne Gegenstimmen im Ortsverein nominiert worden war. “ In Pieschen leben viele Menschen, die trotz eines geregelten Einkommens am Ende des Monats sehen müssen, dass das Geld reicht um sich und ihre Familie zu versorgen. Diesen Menschen muss fernab von klassischen Sozialleistungen geholfen werden, sich auch zukünftig eine ordentliche Wohnung und die nötige Mobilität leisten zu können. Die dafür nötigen Weichenstellungen finden im Landtag statt“, begründete er seine Kandidatur.

Sozialministerin Barbara Klepsch als CDU-Bewerberin im Gespräch

Bereits vor einigen Wochen hatte sich Sozialministerin Barbara Klepsch bei der Pieschener CDU als Bewerberin für ein Direktmandat ins Gespräch gebracht. Ex-Innenminister Markus Ulbig, der 2014 das Direktmandat gewonnen hatte, will nicht wieder antreten und hat dem CDU-Ortsverein die Sozialpolitikerin vorgeschlagen. Mit wem Linke und AfD ins Rennen gehen, ist noch offen. Bei der Partei Die Linke ist man von konkreten Namen noch weit entfernt. „Wir haben uns mit diesem Thema noch gar nicht beschäftigt“, sagte Jens Matthis, Vorsitzender des Dresdner Stadtverbandes, auf Anfrage.

Prognose 2019: CDU verliert sachsenweit die Hälfte der Direktmandate

2014 hatte sich die Linke ernsthafte Hoffnungen auf ein Direktmandat im Wahlkreis 7 gemacht. Edith Franke, damals noch Chefin des Dresdner Tafel e.V., war gegen den damaligen Innenminister Markus Ulbig angetreten. Letztlich gewann Ulbig recht klar mit 33,4 zu 24,6 Prozent. Der SPD-Bewerber Richard Kaniewski landete mit 12,7 Prozent knapp vor Eva Jähnigen (Grüne) mit 12,6 Prozent. Die AfD hatte keinen Bewerber nominiert und erreichte bei den Zweitstimmen 8,7 Prozent.

Für 2019 deutet sich dagegen ein ganz anderes Szenario an. Meinungsforscher der Plattform wahlprognose.de haben errechnet, dass die CDU – Stand 16. August 2018 – sachsenweit nur noch in 30 der 60 Wahlkreise auf den ersten Rang bei den Erststimmen käme. Dagegen würde die AfD 26 Direktmandate gewinnen. Die Linke könnte statt einem im Jahr 2014 (Leipzig) vier Wahlkreise holen.

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