Kulturwerkschule Rostbratwurstgrill

Gründerteam klärt Standort für Kulturwerkschule in Pieschen

Der Standort für die freie Kulturwerkschule in Pieschen ist geklärt. Die meisten Flurstücke in dem Areal zwischen der Leipziger Straße 232 und der Pettenkoferstraße haben den Eigentümer gewechselt. „Der Kaufvertrag für das Grundstück, auf dem der Rostbratwurstgrill steht, ist unterschrieben“, sagte Michael Hecht, einer der vier Schulgründer, im Gespräch mit dem Onlinejournal Pieschen Aktuell. Die gesamte Fläche mit 2600 Quadratmetern reiche aus, um langfristig den Standort für die Kulturwerkschule zu sichern. Das Nachbargrundstück Leipziger Straße 240 hatte Hecht bereits erworben und die alten Gebäude abgerissen. Mit der Stadt müsse nun noch über eine Teilfläche verhandelt werden.

Kulturwerkschule Leipziger Straße 240

Hier wird die neue Kulturwerkschule stehen. Das verfallene Haus ist inzwischen abgerissen. Foto: W. Schenk

„Es war eine wirtschaftliche Entscheidung“, kommentierte Rostbratwurstgrill-Eigentümer Henryk Frühauf seine Entscheidung zum Grundstückverkauf. In diesem Abschnitt der Leipziger Straße fehle die Laufkundschaft, trotz des angrenzenden Parkplatzes. Der Standort sei nicht der umsatzstärkste seiner 34 in Ostdeutschland verteilten Filialen. . In der Pirnaer Landstraße laufe es besser. Frühauf könnte seinen Kiosk aus der Leipziger Straße nach Riesa umsetzen. Noch allerdings hat er die Hoffnung auf eine bessere Alternative im Ortsamtsbereich Pieschen oder in ganz Dresden nicht aufgegeben. Schließlich gehe es auch um zwei Arbeitsplätze. „Wenn mir ein Grundstückseigentümer ein Angebot für eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren unterbreitet, werde ich das prüfen“, betonte er. Die nächsten Filialen würden in Meißen und Bad Schandau eröffnet. Für das Schulprojekt der neuen Eigentümer hege er Sympathien. „Auch darum hat es jetzt gepasst“, sagt Frühauf.

Hecht rechnet damit, dass in drei bis fünf Jahren auf dem Areal ein Schulgebäude stehen wird. So lange würden Planung und Genehmigung wohl dauern. Um den Schulstart im August 2018 nicht zu gefährden, wird es auf dem Grundstück eine Container-Lösung geben. „Wir prüfen verschiedene Angebote für fertige Schulcontainer“, sagt er. Wenn die Container im Mai stehen sollen, müssten sie bald beauftragt werden. Ende des Monats werden die Schulgründer bei der Sächsischen Bildungsagentur ihr Schulkonzept einreichen. „Das ist kein Selbstläufer“, weiß Hecht. „Fachlich sind wir kompetent“, verweist er auf die wohl schwierigste Hürde bei der Genehmigung des Schulbetriebs.

Die Nachfrage nach Plätzen in der neuen Schule ist vorhanden. Rund 60 Eltern waren zu den zwei Vorstellungsveranstaltungen gekommen, am 23. November ist die dritte. Erste Anmeldungen für die beiden Klassen  lägen vor. „Über das Vertrauen der Eltern haben wir uns sehr gefreut“, sagt Hecht. Die Kulturwerkschule soll am 11. August 2018 mit einer ersten und einer fünften Klasse mit je 25 Kindern starten.

Wenn die Kulturwerkschule wie geplant bis 2030 auf mehr als 700 Schülerinnen und Schüler anwächst, muss ein weiterer Standort her. Das wissen die Schulgründer um Michael Hecht. Im Moment aber sind sie froh, eine Lösung für den Start präsentieren zu können. Langfristig sei auch die Nähe zu den Hufenwiesen ein riesiger Gewinn für die Kinder, ist Hecht überzeugt.

Eine Meinung zu “Gründerteam klärt Standort für Kulturwerkschule in Pieschen

  1. „Der Standort für die freie Kulturwerkschule in Pieschen ist geklärt.“ – Es ist keine „Krümelkackerei“ und auch nicht „pingelig“ darauf hinzuweisen, dass die zukünftige Bildungseinrichtung nicht in Pieschen ihren Platz finden soll, sondern in Trachau. Letztgenanntes ist seit 1990 mit den Stadtteilen Übigau, Mickten, Kaditz, Trachenberge, Teilen der Leipziger Vorstadt und Pieschen selbst in einem der zehn Dresdner Ortsämter vereint, und dieses Ortsamt ist nach dem Stadtteil Pieschen benannt. Ausschlaggebend für die Namensgebung war wohl die Tatsache, dass sich für den Sitz des Ortsamtes das repräsentative Rathaus in Pieschen anbot, in dem über Jahrzehnte der Ortsamtvorgänger, der Rat des Stadtbezirkes Dresden-Nord, schon residiert hatte.

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