Thema: Bundestagswahl 2017

Bloedner Christoph btw

#BTW17: Fünf Fragen an den Direktkandidaten Christoph Blödner (FDP)

Christoph Blödner ist Direktkandidat der FDP im Wahlkreis Dresden II – Bautzen II, zu dem auch die sechs Ortsteile des Ortsamtsbereiches Pieschen gehören. Er wirbt mit dem Slogan „Auf mich können Sie bauen!“. Eine Chance, in den Bundestag einzuziehen, hat er nur über die Erststimme. Auf der FDP-Landesliste steht er auf einem aussichtslosen 11. Platz. Blödner ist Jahrgang 1982 und Unternehmer. Er hat einen Internetversandhandel für gebrauchte Legosteine.

Die Online-Journale Neustadt Geflüster und Pieschen Aktuell haben acht Bewerber um das Direktmandat zum Interview eingeladen. Sieben Antworten liegen bereits vor. Heute starten wir mit unserer Serie.

Ein Teil Ihrer Wähler wohnt im Ortsamt Pieschen. Wenn Sie einem Ihrer künftigen Bundestagskollegen den Stadtteil kurz beschreiben sollten, wie würden Sie sich ausdrücken? <

Pieschen ist ein recht buntes Viertel welches sich sehr gut entwickelt. Mit vielen Studenten, „alteingessenen“ Bewohnern und neu Hinzugezogenen. Es hat eine reizvolle Architektur, zum Beispiel mit den Gründerzeithäusern rund um den Alexander-Puschkin-Platz oder Fischerhäusern im alten Dorfkern. Die Nähe zum Kneipenviertel Dresden-Neustadt, zur Elbe und zum Stadtzentrum und gute Anbindung im ÖPNV machen ein Leben in Pieschen sehr angenehm.

In der vergangenen Legislaturperiode wurde die Mietpreisbremse eingeführt, in Dresden kam diese nicht zum Einsatz. Dennoch gibt es etliche Mieter, die auch hier über zu hohe Mieten klagen. Was wäre aus Ihrer Sicht ein angemessener Mietpreis und was sollte Ihrer Meinung politisch dafür getan werden?

Ursache für die steigenden Mieten ist, dass mehr Menschen in Dresden wohnen wollen, als Wohnraum vorhanden ist. Dieses Grundproblem wird nicht durch Mietpreisbremsen oder ähnliche Instrumente gelöst. Die Preise sollen nicht weiter steigen. Dies kann nur funktionieren, wenn mehr Wohnraum entsteht und dieser auch preiswerter errichtet werden kann. Um das zu erreichen, sind Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen. Es muss mehr Fläche für den Wohnungsbau ausgewiesen und genutzt werden können. Die Mindestvorgaben, ob bei Brandschutz, Dämmung, Abstandsflächen, Energieeffizienz, Lärmschutz oder Raumgrößen sind nach Möglichkeit zu reduzieren. Dadurch entsteht ein ausgewogener und funktionierender Markt und die Kostensteigerungen sollten ein Ende haben.

Für mich gibt es keinen angemessenen Mietpreis, da Wohnungen und die Bedürfnisse zu unterschiedlich sind. Wichtig ist, dass sich jeder Wohnraum leisten kann. Ein sachgerecht ausgestaltetes Wohngeld, das der örtlichen Mietentwicklung jährlich angepasst wird, kommt jedem Mieter sofort zugute, sobald er eine Wohnung angemessener Größe zu einem angemessenen Mietpreis gefunden hat oder eine Erhöhung der Miete seiner Wohnung wegen steigender Vergleichsmieten hinnehmen muss.

Was man sonst noch über Christoph Blödner erfahren kann:

  • 1982: geboren in Jena
  • 2000: Abitur in Jena
  • 2000 – 2001: Grundwehrdienst
  • 2001 – 2007: Studium an der TU Dresden und der Midsweden University (Sundsvall, Schweden)
  • 2004, 2005 und 2006: Praktika bei heine (Karlsruhe), Bosch (Viersen) und Ernst&Young (Dresden)
  • 2007: Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur
  • seit 2008: selbstständig mit dem Internetversandhandel bricksy.com für gebrauchte LEGO-Steine
  • zur Wahlkampf-Website von Christoph Blödner

Falls Sie in den Bundestag einziehen, was können Sie ganz konkret für die Bewohner oder Gewerbetreibenden hier vor Ort tun?

Mit der Bundesgesetzgebung geht es zuerst um den richtigen gesetzlichen Rahmen, der allen zu Gute kommt. Beispielsweise weniger Bürokratie und Abgaben, bessere Bildung und Bildungschancen, unabhängig von der Herkunft oder das Vorantreiben der Digitalisierung. Für Dresden, insbesondere für Pieschen und die Neustadt können dann einzelne Straßenbau- oder Bahnprojekte wichtig werden, die auf Bundesebene entschieden werden. Beispielsweise setze ich mich für die Sanierung des westlichen Teils der Stauffenbergallee ein. Denn nur wenn dieser saniert ist, kann die Bundesstraße 6 aus der Neustadt raus verlegt.  Die Verlegung der B6 sorgt für eine verkehrstechnische Entlastung am Albertplatz und reduziert Schadstoffemissionen. Dafür mache ich mich gern in Berlin stark. Außerdem gilt es, Fahrverbote zu verhindern, da diese immer zu allererst den Gewerbetreibenden vor Ort treffen.

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Warum sollte man Sie und Ihre Partei wählen?

Wir werben um Erst- und Zweitstimme, damit es mit der FDP im Bundestag wieder eine Partei gibt, die sich für Marktwirtschaft, weniger Regulierung, besser Bildung und Nutzung von Zukunftschancen, wie im Bereich der Digitalisierung, wirklich einsetzt.

Und jetzt noch eine Detailfrage. Würden Sie gern mit der Fähre ins Ostragehege übersetzen?

Ja, eine Elbüberfahrt ins Ostragehege wäre sinnvoll und als FDP setzen wir uns dafür ein.

Vielen Dank für das Gespräch.

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