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Ortsbeirat: Sachsenbad und 2,6 Millionen Euro für 35 Projekte 2017 bis 2020

35 Projekte zur Förderung von Bildung, Beschäftigung und sozialer Eingliederung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen von 2017 bis 2020 in Dresden Nord mit 2,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfond gefördert werden. Von dem entsprechenden Programm der EU profitieren in Dresden drei Schwerpunkte der sozialen Stadtentwicklung: Die Fördergebiete Johannstadt und Friedrichstadt und das Fördergebiet Dresden Nord. Am Dienstag steht die Vorlage aus dem Rathaus auf der Tagesordnung des Ortsbeirates Pieschen. Darüber hinaus ist ein CDU-Antrag zum Sachsenbad und der Bibliotheksentwicklungsplan der Stadt Gegenstand der Beratungen im Rathaus in der Bürgerstraße. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr und ist, wie auch sonst, öffentlich.

Dresden Nord: Kinder, Jugendliche und Familien fördern

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Das ESF-Fördergebiet Dresden Nord. Quelle: dresden.de

Dresden Nord umfasst eine Fläche von etwa 523 Hektar in den Ortsamtsbereichen Pieschen und Neustadt, auf der rund 30.670 Einwohner leben. Dazu gehören die Leipziger Vorstadt, Hechtviertel, Pieschen‐Süd und Pieschen‐Nord/Trachenberge. Zu den in der Rathausvorlage aufgelisteten Projekten gehört zum Beispiel die Initiative „BasKIDball – die offene Turnhalle“. Ziel ist, ab 2017 die Turnhalle der Grundschule Elbtalkinder in Mickten an zwei Tagen in der Woche für je zwei Stunden zum Spielen zu öffnen. Auch wenn Basketballstar Dirk Nowitzki Schirmherr dieses bundesweiten Projektes ist, müsse nicht zwingend Basketball gespielt werden, heißt es in der Projektbeschreibung. Kinder und Jugendlichen sollen außerhalb von Vereinsstrukturen frei und ohne Zwänge spielen können. Auch Zuschauen ist erlaubt. Ein Betreuer stehe als Hilfe und bei Konflikten bereit.

Kinder und Schüler ins Atelier holen will der Verein geh8 Kunstraum und Ateliers und hier Kurse und Workshops anbieten. Tanz, HipHop, künstlerisches Gestalten und Handwerk sollen im Kinder und Jugendhaus Emmers gefördert werden. Der Schulhort der Schule für Lernförderung, das Theaterhaus Rudi, die Kreative Werkstatt im Galvanohof oder die Kontakt und Begegnungsstätte für Arbeitslose „Auftrieb“ des DRK und weitere Vereine sollen ebenfalls von den Fördergeldern profitieren.

Das Fördergebiet Dresden Nord ist im Stadtvergleich sehr jung und hat die meisten Einwohner im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. Es ist allerdings auch ein sozialpolitischer Brennpunkt. Von den 3.500 Haushalten mit Kindern sind 28 Prozent Alleinerziehende. Bei Kindern unter 15 Jahren liegt der Anteil derjenigen, die von Hartz  IV leben, bei 25 Prozent. Stadtweit sind es 17 Prozent. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen ist mit 33 Prozent besonders hoch. Das verfügbare Nettohaushaltseinkommen liegt mit 1734 Euro unter dem Dresden-Durchschnitt von 1888 Euro. Für jedes der drei Fördergebiete liefert die Vorlage eine ausführliche Beschreibung der sozialökonomischen Lage der Einwohner.

 

CDU-Antrag zum Sachsenbad

Mit eigenen Anträgen haben sich CDU und SPD im Stadtrat in den letzten Wochen zum Thema Sachsenbad zu Wort gemeldet. Der Antrag der CDU, der „eine Grundsatzentscheidung der Stadtverwaltung“ herbeiführen will, ist nun im Ortsbeirat. Innerhalb von sechs Monaten soll das Rathaus eine Antwort auf die verschiedenen Nutzungskonzepte vorlegen und eine Empfehlung abgeben. „Wir wollen einen Grundsatzbeschluss zum weiteren Umgang mit dem Baudenkmal“, hatte der Pieschener CDU-Stadtrat Veit Böhm im Gespräch mit dem Online-Journal Pieschen Aktuell erklärt. Der von SPD-Ortsbeirat Stefan Engel initiierte Antrag, die Brache an der Harkortstraße für einen Schwimmhallen-Neubau zu nutzen, wird als nächstes auf die Tagesordnung kommen.

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