Stadtteilfest Sankt Pieschen braucht noch Freiwillige und Sponsoren

„Es ist ein bisschen wie ein Neuanfang nach unserem letzten Fest im Juni 2019.“ Und damit meint Andreas Koenitz, Vorsitzender des Vereins Sankt Pieschen und Cheforganisator des gleichnamigen Stadtteilfestes, vieles gleichzeitig. 2021 verlor der Verein innerhalb weniger Monate mit Lolita Kliemann und Uwe Janke gleich zwei wichtige Macher und gute Freunde an den Krebs. Viele Musiker und Veranstalter haben sich in Pandemiezeiten neu orientiert, so mancher Kontakt ist eingeschlafen. Die Hürden der Bürokratie sind eher höher, die Vorschriften noch mehr geworden. So dürfen die Veranstalter und Händler ihre Fahrzeuge während des Festwochenendes nicht mehr unterhalb der Moritzburger Straße an der Elbe parken. Das hat das Umweltamt untersagt. Strom, Wasser, Abwasser – überall seien die Kosten gestiegen.

Dennoch: Das Grundgerüst für das Stadtteilfest Sankt Pieschen vom 2. bis 4. Juni 2023 steht, sagt Andreas Koenitz. Da könne man sich auf erprobte Dinge verlassen. Die Hofmusik auf dem Gelände seiner Autowerkstatt wird es wieder geben. Sie war, so Koenitz, eigentlich die Keimzelle von Sankt Pieschen. Die Bühne auf dem Konkordienplatz ist auch wieder eingeplant. Langjährige Partner wie der Stoffwechsel-Verein oder die Eventagentur Thomas Oelsner werden wieder mitmachen. Neue Partner wie die Bewohner der „Rosa Melodie“ und das Team vom Restaurant Rausch sind eingestiegen. Das Rausch wird die Ecke Bürgerstraße / Oschatzer Straße an dem Festwochenende bespielen. Die Planung dafür läuft bereits, erzählte Rausch-Geschäftsführer Christoph Töpfer im Gespräch. In der Nachbarschaft machen auf jeden Fall die Akteure in der Torgauer Straße wieder mit, andere überlegen noch.

Bei den Anmeldungen der Händler gebe es noch Spielraum nach oben. „Das ist deutlich weniger geworden“, meinte Koenitz. Obwohl für den 28. Februar Meldeschluss vorgesehen ist, würden noch Anmeldungen angenommen. Der Verein hat die Frist jetzt bis Ende März verlängert.

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Ehrenamtliche Helfer für das Festwochenende werden noch gesucht. Foto: W. Schenk

Pro Pieschen-Vorsitzende Heidi Geiler und Christina Zschabran, die jetzt die Schatzmeisterin des Vereins Sankt Pieschen ist, wollen die Förderung aus den Haushaltsmitteln des Stadtbezirkes in sichere Tücher bringen. „Dazu haben wir in dieser Woche ein Gespräch mit den zuständigen Mitarbeitern im Stadtbezirksamt“, sagte Heidi Geiler. Ohne Zuschüsse aus dem Fonds des Stadtbezirkes wird es schwierig, ist Andreas Koenitz sicher und hofft auf eine erfolgreiche Mission der beiden Frauen.

Was noch benötigt wird? Ehrenamtliche Helfer für die Vorbereitung, den Aufbau und Abbau während des Festes, sagt Andreas Koenitz. Mit Sponsoren sei es schwierig geworden im Stadtbezirk, aber auch kleine Beträge helfen. Schließlich würden die Gesamtkosten des Stadtteilfestes – für das kein Eintritt erhoben wird – am Ende so zwischen 60.000 Euro und 80.000 Euro liegen. Dazu gehören auch die Kosten für die Straßensperrung, Ausschilderung oder die notwendigen Toilettenhäuschen.

Zwischen all den Sätzen über die Vorbereitungs-Baustellen klingt bei Andreas Koenitz aber immer wieder durch, worum es ihm eigentlich geht. „Wir veranstalten ein Bürgerfest, ein Fest der Nachbarn für die Nachbarn. Ein Fest, bei dem vor allem die Kinder viel Spaß haben sollen.“ Und damit sind auch die gemeint, die in den letzten zwölf Monaten ihre Heimat verlassen mussten. „Mir hat das Herz geblutet, wenn ich sie auf dem Spielplatz nebenan gesehen habe“, sagt er. Wir wollen ein Fest der Begegnungen und des Miteinanders auf die Beine stellen. „Schaut euch um, fühlt euch willkommen, erlebt den Frühling in Pieschen, knüpft Kontakte, feiert, tanzt und lacht mit uns.“ So stand es 2019 über dem Programm und so soll es 2023 wieder werden.

 

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