IG SchönerPieschen lädt zum Treffen am Donnerstag ins „Rausch“ ein

„Ich möchte mich gern wohl fühlen, auch wenn ich aus der Haustür auf unsere Straße trete.“  Für Almut Kühme ist dies seit zwei Jahren Motivation, um sich für die Sauberkeit in ihrer Wohnumgebung zu engagieren. Zunächst in der Leisniger Straße. Eine lose Initiative ruft hier in regelmäßigen Abständen zu Putzaktionen auf. Nachbarn melden sich und machen mit. „Es ist schön, wenn man sich auf diese Weise kennenlernt. Danach geht man nicht mehr ohne freundlichen Gruß aneinander vorbei“, sagt sie.

Inzwischen ist aus der Regelmäßigkeit und der losen Verbindung der Wille für mehr entstanden. Die Frauen und Männer haben ihrer Interessengemeinschaft einen Namen gegeben: IG SchönerPieschen. Im Mai stand der Name bereits im Aufruf zur Putzaktion in der Leisniger Straße, zu der auch Müllsäcke und Greifer bereit gestellt wurden. Die nächste Aktion startet am 1. Juli in der Torgauer Straße. Dann sollen am 11. September die Oschatzer Straße / Konkordienstraße und am 4. November wieder die Leisniger Straße folgen.

Doch vorher will die IG SchönerPieschen auf die Suche nach Mitstreiterinnen und Mitstreitern gehen und lädt zu einem Treffen in das Restaurant Rausch ein. „Es gibt viele Fragen, die an uns herangetragen wurden“, sagt Almut Kühme und zählt auf: Sauberkeit und Müll, Pflege der Baumscheiben und Baumpflanzungen, wie kann ich mitmachen, gibt es Ansprechpartner. Fragen, die man selbst nicht beantworten kann, werden an Thomas Grundmann weitergereicht. Er ist Leiter des Stadtbezirksamtes Pieschen und hat sein Kommen zugesagt. Die Interessengemeinschaft selbst möchte Ideen für einen SchönerPieschen-Flyer sammeln und einen Aufruf an die Hausverwaltungen und Hauseigentümer verabschieden. Auch dazu sind die Meinungen an dem Abend gefragt.

„Wir möchten uns als Interessengemeinschaft hier im Viertel etablieren und uns mit Gleichgesinnten vernetzen“, beschreibt Almut Kühme die Idee zum Treffen: „Ein sauberer Stadtteil – das ist uns nicht egal“

Service:

WAS: IG SchönerPieschen lädt alle Engagierten zum Gespräch über Sauberkeit und mehr im Stadtteil ein
WANN: Donnerstag, 15. Juni, 18.30 Uhr
WO: Restaurant „Rausch“, Bürgerstraße / Ecke Oschatzer Straße

 

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8 Meinungen zu “IG SchönerPieschen lädt zum Treffen am Donnerstag ins „Rausch“ ein

  1. Amtsmann Horst sagt:

    So umsichtig das Bürgerengagement ist, Hintergrund bleibt eine Stadtpolitik, welche in allen letzten Jahren die recht gute Kassenlage nur dazu nutzte, zahlreiche „freiwillige Leistungen“ der Kommune v.a. im Sozialbereich beschloß. In dieser geradezu traumwandlerischen Selbstbezüglichkeit und Bedienungsmentalität wurden und werden leider viele dringende Bedarfe übersehen, welche für die Lebensqualität in der gesamten Stadt sowie in den Bezirken wirklich relevant sind.
    In einer Konsum- und durchweg Müllgesellschaft, wo Pädagogik, Aufrufe und Mahnungen zur Müllvermeidung stets verpuffen, und folglich Straßen, Parks und Plätze immer aufs Neue verschmutzt sind, bedarf es einfach wieder der guten klassischen „Straßenfegerinnen und -feger“, welche man so wunderbar schön einsparen konnte über schon lange Zeiten. Man meinte, daß dies nicht mehr benötigt wäre, entsprechend fehlgeleitet sind auch die kommunalen Dienste, die SRD sowie die Papierkorbhandhabe etc.pp. Man hofft hoffend auf die fast überall gesetzlich geregelte „Anliegerpflicht“, in Wahrheit funktioniert das in frequentierten Stadtteilen mit Mieterdominanz und fremden Hausdienstleistern herzlich wenig.
    Die Stadtpolitiker setzten ihre Verantwortungslosigkeit fort, sofern sie die nötigen Gelder weiter verweigern. Es bedarf ein paar Grüppchen neuer Straßenfeger, und für diesen niedrigschwelligen Job (auch in Teilzeit) gibt es reichlich Anwärter(innen), man muß alljene nur dort abholen wo sie die lieben langen Tage rumgameln und Unfug tun.

    • Schweesdo Onie sagt:

      Hervorragender Ansatz, @Amtsmann Horst: All die gammelnden Sozialhilfempfänger zu Straßenfegern umschulen! Löst das Müllproblem, löst das Gammlerproblem, und den Lohn spart die Stadt ganz einfach bei den „freiwilligen Leistungen“ ein (welche das auch immer sein mögen), so dass die Lebensqualität in den relevanten Bereichen steigen kann. Denn saubere Straßen sind ja so viel wichtiger als, was weiß ich, soziale Teilhabe zum Beispiel.

  2. leidgeprüfter Anwohner am KK-Platz sagt:

    Sehr geehrter Herr Amtsmann:

    Es bedarf vor allem eines: Des guten alten ganz normalen zwischenmenschlichen und allgemeinen echten RESPEKTS und der Bewusstheit und Erziehung bezüglich dessen, was man zu tun und vor allem was man zu LASSEN hat!!
    Es soll Länder in dieser Welt geben (hoffnungslos rückständig und altmodisch), in dehnen es derlei tatsächlich noch geben soll.
    Man mag es kaum glauben.

  3. leidgeprüfter Anwohner am KK-Platz sagt:

    P.S. @“Sweesdo Onie“ –

    richtig: Saubere Straßen und überhaupt ein sauberes und gepflegtes Wohnumfeld wären ausgesprochen wichtig, um ein Leben in menschenwürdigen Verhältnissen und damit auch soziale Teilhabe überhaupt zu ermöglichen.
    An Dreck, menschenverachtender und missachtender Gemeinheit, Dauerprovokation und primitiver Destruktivität will kein normaler Mensch „teilhaben“- geschweige denn als dauerndes Vor-Bild einer Nicht-Zukunft vor Augen.

    • Schweesdo Onie sagt:

      @leid…
      Wow! Sie und ich scheinen im gleichen Stadtteil zu leben- und doch in zwei verschiedenen Welten.

      (P.S. Ich glaube, ich habe die schönere erwischt. Beileid…)

  4. Wieschön sagt:

    Sie müssen ja wirklich in einem grauenhaften Viertel wohnen. Wie schrecklich. Also bei mir in Pieschen ist es sehr schön. Hier leben sehr viele verschiedene Menschen mit sehr verschiedenen Lebensentwürfen und Bedürfnissen. Kommen Sie doch rüber.
    Lauter nette Leute hier. Oder gleich ins Ausland. Nordkorea soll sehr sauber sein, hab ich gehört

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