Fahrrad-Codierung: ADFC Dresden bietet drei Termine im August an

Die Fahrradverkaufszahlen steigen ungebrochen. Knapp 30 Prozent der Dresdner Haushalte verfügen über ein oder zwei Fahrräder. Sechs Prozent besaßen fünf und mehr Räder. Da ist die Diebstahl-Abschreckung mittels Fahrradcodierung bei den Dresdnerinnen und Dresdnern weiter sehr gefragt. „Unsere ehrenamtlichen Codiererinnen und Codierer haben stets alle Hände voll zu tun“, berichtet Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden und fügt hinzu. „Und das Tolle ist: Eine Sommerpause legen sie nicht ein, auch im August wird codiert“

Kaufbeleg für Fahrrad unbedingt mitbringen

Dank der minutengenauen Terminbuchung über ein Anmeldeportal kommt jede und jeder sofort an die Reihe, eine Warteschlange entsteht also erst gar nicht, meinte Seifert und weist darauf hin, dass Kaufbeleg zum Fahrrad unbedingt mitgebracht werden muss. „Ohne den Beleg gibt keine Codierung“, betont er. Auch der Personalausweis und die zehn Euro für die Codiergebühr sollte man nicht vergessen mitzubringen. Für ADFC-Mitglieder sowie Ermäßigungsberechtigte (Dresden-Pass, Ehrenamts-Pass) betrage die Codiergebühr nur drei Euro. Vor Ort sei zudem eine Einverständniserklärung auszufüllen. Diese könne man aber auch herunterladen und ausgefüllt mitbringen.

Ein Team von Ehrenamtlern realisiert regelmäßig die Fahrradcodierung. Foto: ADFC Dresden

Codiert wird vor den Türen der ADFC-Geschäftsstelle im Innenhof Bautzner Straße 25 in der Äußeren Neustadt. Nicht einmal 10 Minuten dauert die Prozedur, dann ist schon das nächste Fahrrad dran. Das ehrenamtliche ADFC-Team codiert Fahrräder (als Fahrradwerkstatt-Leistung) in der Regel alle 14 Tage am Mittwochnachmittag. Im August steht das Codierteam am 2. August, 16. August und 30. August 2023 bereit.

Was bei der Codierung geschieht

Sinn und Zweck der Codierung ist es, dass beim Auffinden eines gestohlenen Fahrrades durch den Code der rechtmäßige Besitzer schnell ausfindig gemacht werden kann. Der ADFC Dresden codiert die Räder mit einem Nagelpräger. Dabei wird eine individuelle Ziffern- und Zahlenkombination in den Rahmen geprägt. Zusätzlich wird über den Code eine Schutzfolie angebracht. Carbonräder können nicht mit dem Nagelpräger codiert werden, werden jedoch mittels einer Klebecodierung markiert.

Aufgeprägt wird der sogenannte Eigentümer-Identifikations-Nummer-Code (EIN-Code), der sich aus dem Kfz-Kennzeichen des Ortes, den letzten Ziffern des amtlichen Gemeindeschlüssels, einer Straßenkennung, der Hausnummer, den Initialen des Eigentümers, sowie dem Jahr der Codierung zusammensetzt. Der EIN-Code erfordert keine Datenbank, denn die Polizei kann allein anhand des Codes den rechtmäßigen Eigentümer ermitteln. Erfolgt ein Umzug, so helfen die Einwohnermeldeämter dabei, den Besitzer zu ermitteln. Bei Weiterverkauf des Fahrrades ist eine Neucodierung ebenfalls nicht nötig, die Codierung muss nur im Kaufvertrag vermerkt werden, und die Codierpapiere sollten im Original mit überreicht werden.

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2 Meinungen zu “Fahrrad-Codierung: ADFC Dresden bietet drei Termine im August an

  1. Wollhosen sagt:

    Ich persönlich halte diese Zahlenfolgen für absolut bedenklich – damit schreibt man im einfach zu entziffernden „Code“ seine Adresse und Initialien auf das Fahrrad (Den kann nämlich jeder „entschlüsseln“, nicht nur die Polizei).

    In meinen Fall wäre allein damit mein kompletter Name rauszufinden, zusätzlich zur Adresse.

    Gehen da bei niemanden sonst die Alarmglocken an? Sollte auf dem X tausend Euro – Fahrrad auch noch stehen wo und bei wem genau das in der Nacht abgestellt ist?

    Hab es mehr als einmal in DD erlebt, dass Leute in Wohnungen eingebrochen sind um teure Fahrräder rauszutragen.

    Verstehe nicht was der Code für einen Sinn hat, wenn man den Kaufvertrag mit Rahmennummer besitzt, damit geht man im Falles eines Diebstahls doch eh zur Polizei?

    Abgesehen davon wird im E-Fall der Code genauso wie die Rahmennummer abgeschliffen und aufgefüllt bei ernsthaften Dieben.

    False Sense of Security, sonst nix.

  2. Andreas W. sagt:

    @Wollhosen
    Da haben sie recht. Schlicht nur ein bezahltes Sicherheitsgefühl.
    Anderes Beispiel, von anfänglich zwei Ökolabels gibt es mittlerweile über 100 Ökolabels in Deutschland. Alle Labels verdienen damit Geld. Die Anzahl der Klimasiegel steigt auch gerade stark an. Hmm, keine Ahnung warum. Es gibt auch schon erste Gendersiegel.
    Natürlich verdienen alle damit ihre Geld. So ist das nun mal.
    Wenn eine Gesellschaft keine Lust zum Denken hat und für den meisten „Mist“ ohne Murren auch noch bezahlt, wird es sowas geben. (Die Kosten für die Kontrollsiegel werden natürlich auf den Preis aufgeschlagen)
    Ich arbeite seit 20 Jahren für eine Forschungsanstalt im Ökobereich.
    Details wollen Sie nicht wissen.

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