Statt Post bald Bäckerei und Café: Im Elbcenter wird umgebaut

In der ehemaligen Postbankfiliale im Elbcenter eröffnet die Bäckerei-Kette Dreißig eine neue Filiale mit einem Café. Wegen eines Wasserschadens musste der Eröffnungstermin allerdings verschoben werden, sagte Daniel Adler vom Expansionsbüro des Unternehmens. „Spätestens zu Ostern wollen wir aber unsere Kunden begrüßen“, kündigte er an. Direkt vor dem Geschäft werde es auch Sitzplätze im Außenbereich für die Gäste des Cafés geben. Der Platz in Altpieschen sei eine interessante Ecke. „Wir wollten schon immer hier hin“, meinte Adler.

Das Unternehmen mit Sitz in Guben hat nach eigenen Angaben über 100 Filialen und Cafés sowie knapp 900 Mitarbeiter und ist vor allem in Berlin, Brandenburg und Sachsen präsent. Die Filiale an der Haltestelle Altpieschen wird der siebente Standort in Dresden. Bereits im vergangenen Jahr haben die Umbauarbeiten in der ehemaligen Post begonnen. Die Fenster sind verkleidet, das Logo der Dresdner Firma, die die Umbauten realisiert, ist in großen Lettern zu sehen.

Martin Petzold, der als Pächter den Platz vor dem Elbcenter bewirtschaftet, muss nun die Standorte für seine Händler neu organisieren. „Der Außenbereich des Cafes reicht bis zum Brunnen. In diesem Areal stehen bisher mehrere Händler“, sagt er. Pizzabäcker, Obst- und Gemüsehändler, russische Speisen, der Fischmann oder die Spreewald-Spezialitäten werden dann wohl auf der anderen Seite des Platzes angeordnet.

Wie es mit dem Platz insgesamt weitergehe sei für ihn nicht klar, sagte Petzold im Gespräch. So sollen zum Beispiel Wasser und Strom für den Brunnen nicht mehr aus dem Haus kommen, in dem künftig die Dreißig-Filiale zu Hause ist. Da müssten sich die Ämter in ihren unterschiedlichen Zuständigkeiten erst einigen. Es habe bereits mehrere Begehungen gegeben. Aber bisher keine Antworten. 2019 wurde der Bereich entlang der Mohnstraße für einen Mobipunkt neu gestaltet. Stellplätze und Ladesäulen für Carsharing-Fahrzeuge und neue Abstellplätze für Fahrräder gibt es jetzt dort. Im Sommer 2020 hatten Petzold und sein Team den Eiswagen repariert und frisch gestrichen.

Bäckermeister Matthias Walther sieht die mögliche Konkurrenz entspannt. Das Bäckerei-Geschäft in der Leipziger Straße 111 mit Brot, Brötchen und Kuchen gibt es dort seit mehr als einhundert Jahren. Gegenüber und in der Mohnstraße habe es schon viele Versuche gegeben, einen weiteren Bäcker zu etablieren, meinte er. Bisher seien diese gescheitert. „Wir haben mit unseren Angeboten aus der Kexerei ohnehin ein besonderes Unterscheidungsmerkmal“, sagte er und will nun abwarten, wie sich die Situation an der Haltestelle Altpieschen entwickeln wird.

Ende März 2021 hatte die Postbank ihre Filiale im Elbcenter endgültig geschlossen. Damit waren auch die Dienstleistungen der Post entfallen. Diese werden nun in der Partnerfiliale in der Leipziger Straße 159 angeboten.

7 Meinungen zu “Statt Post bald Bäckerei und Café: Im Elbcenter wird umgebaut

  1. Rainer Witz sagt:

    Interessanter Standort, gerade da es hier viele Pendler gibt und die Bäckerei hübsche Sitzmöglichkeiten abietet. Ich könnte mir hier gut vorstellen, dass es im Sommer brummt.
    Einziger Wermutstropfen (für mich): Höchstvermutlich noch mehr Einheitsbrei-Kuchen, das selbe industriell (Vor-)gefertigte Angebot wie man auch in jeder anderen Bäckereikettenfiliale findet. Irgendwie bin ich es als Kuchenliebhaber leid überall nahezu das fast gleiche Angebot zu finden (und dort, wo es individuelle Angebote gibt für ein Stück Kuchen 4€+ zahlen zu müssen).

  2. Falk S. sagt:

    Die andere Postfiliale an der Leipziger Straße weiter westlich Richtung Radebeul hat jetzt wegen Insolvenz übrigens auch geschlossen. Spart Euch also den Weg.

  3. Ralf sagt:

    Wer ist denn noch bei der Postbank? Die vergraulen doch auch den letzten Kunden.Hohe Preise,aber keine Filialen mehr. Aber was macht der-die Rentner,in die kein Onlinebanking haben. Die Spaarkasse ist da nicht viel besser….schlimm….

  4. Anne sagt:

    Also ich finde als Pieschnerin, sollte unbedingt der Markt am Brunnen erhalten bleiben mit seinen verschiedenen Angeboten, wie Pizza, Eis, russisches Essen oder eine Bauer der Gemüse anbietet und alle anderen die ich vergessen habe. Ich finde Bäckereien gibt es genügend, und industriellen Kuchen auch 😉 ich hätte eine neue POST wesentlich wichtiger gefunden, die Post auf der Leipziger 156 ist seid Tage zu, Einzug Fussnahe Post gewesen. Desselben sollte der Brunnen unbedingt weiterhin sein, es ist ein gute Ausgleich zu dem Verkehr und bringt etwas Ruhe rein in das Viertel was Allen wohnenden eine Freude ist.
    Also her mit einer neuen Postfiliale , das wäre schön! Auf gutes Wohnen!

  5. Jürgen sagt:

    Keine Ahnung was mit der Postfiliale auf der Leipziger ist, ab wenn dort ein Wasserschaden ist, warum steht da nichts an der Tür?
    Sowas wird begutachtet, kalkuliert und repariert. Das ist kein Hexenwerk.
    Das kann man doch dran schreiben wenn man wieder öffnen will.
    Sowas kommuniziert man doch mit seinen Kunden.
    Gerade als Unternehmen sollte man das so schnell wie möglich wieder klar machen.
    Jede Schließtag ist doch Verlust.
    Und ein Wasserschaden schließt doch noch lange nicht eine Insolvenz aus, wenn nicht sogar sowas ein Grund sein könnte.
    Also ich will nix gesagt haben, nur meine Meinung.
    Ansonsten beliefert mich eh Amazon. 😉
    Tschüßii gute alte Post

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