Kulturwerkschule soll Pläne für Schulneubau bis November überarbeiten

Die Pläne für den Neubau eines Schulgebäudes der Kulturwerkschule Dresden wurden heute von den Experten der Dresdner Gestaltungskommission begutachtet. Der Bauausschuss des Stadtrates wollte, dass  sich die Bauherren dem Votum des Expertengremium stellen. Die entsprechenden Planungsunterlagen waren Ende 2021 im Amtsblatt publiziert worden und lagen im Januar 2022 bereits öffentlich aus.

Auf dem Grundstück an der Leipziger Straße / Ecke Pettenkofer Straße soll ein viergeschossiger Neubau für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 samt Hortgebäude sowie einer Einfeldsporthalle errichtet werden. Vorgesehen sind zwei Baukörper, die im rechten Winkel zueinanderstehen und einen annähernd dreieckigen Schulhof bilden. Die Schule befindet sich im südlichen, die Sporthalle im nördlichen Teil des Grundstücks. Architekt Steffen Lukannek vom Büro „heizHaus Architektur und Stadtplanung“ aus Pieschen hatte die Pläne vorgestellt, Michael Hecht das pädagogische Konzept, das sich in der Raumplanung widerspiegelt, ergänzt.

Die Mitglieder der Gestaltungskommission hatten am Vormittag bei einer Besichtigungstour alle Standorte, die heute auf der Tagesordnung standen, in Augenschein genommen. Sie wünschten eine Überarbeitung der Erscheinung des Gebäudes entlang der Leipziger Straße – Fassadestruktur, Dachform, Fenster, Gründerzeitelemente. „Es gab eine Reihe von Hinweisen in der Diskussion, die wir nun gemeinsam mit den Architekten diskutieren werden“, sagt Bauprojektleiter Mathias Harnack. Den Wunsch des Bauausschusses nach mehr großkronigen Bäume auf dem Schulhof entlang der Pettenkofer Straße habe man bereits in den weiteren Planungen berücksichtigt. Viel Zeit für die Überarbeitung der Pläne ist nicht. Bereits am 25. November, zur nächsten Sitzung der Gestaltungskommission, sollen sie vorliegen.

An dem Plan, den Schulneubau im Herbst 2025 in Betrieb zu nehmen, halten wir fest, betonte Harnack. Um nicht an den steigenden Baupreisen zu scheitern, habe man das gesamte Vorhaben bereits deutlich verschlankt, sagte er.

Die Oberschüler lernen jetzt in der Glashütter Straße 100 in Striesen-Ost. Foto: J. Endruschat

Schulbetrieb seit 2019

Unterdessen ist der Schulbetrieb bereits in sein viertes Jahr gestartet. 2019 hatte das Team um Schulgründer Michael Hecht die ersten Schülerinnen und Schüler am Interimsstandort in der Luboldstraße begrüßt. Jetzt lernen hier bereits mehr als 200 Kinder. Weil der Platz in dem alten Schulgebäude nicht ausreicht, wurde in diesem Schuljahr ein zweiter Interimsstandort in Betrieb genommen. In einem Bürogebäude in der Glashütter Straße 100 lernen jetzt die „Großen“ der Oberschule. Sie nutzen dort das gesamt 1. Obergeschoss und Räume im Erdgeschoss. Die Räume sind frisch renoviert und mit Hilfe der Eltern während der Sommerferien zu einem großen neuen Lernort gestaltet worden. Für die Hofpausen sollen im Hinterhof noch Basketballkorb, Tischtennisplatte und ein Palettensofa hinzu kommen.

Zuwachs ist auch bei den Lehrerinnen und Lehrern geplant. Auf der Homepage finden sich ständig neue Stellenausschreibungen. Auch die Geschäftsführung sucht eine neue Spitze.

Trotz der Interimsstandorte ist die Nachfrage nach Plätzen in der Kulturwerkschule ungebrochen. Darum kündigte das Team bereits langfristig die Elterninformationsabende für das Schuljahr 2023/24 an. Sie finden am 2. und 17. November jeweils um 19.30 Uhr in der Turnhalle des Schulgebäudes in der Luboldstraße statt.

 

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