Ergebnisse zum Forschungsprojekt „Soziale Teilhabe von Seniorinnen und Senioren im Stadtbezirk Pieschen“ liegen vor

Liebe Leser und Leserinnen, wie Sie sich vielleicht erinnern, haben wir im Juni 2021 unsere Forschung zum Thema “Soziale Teilhabe von Senior*innen im Stadtbezirk Pieschen” begonnen. Im Rahmen unserer studentischen Forschung waren wir im Stadtbezirk Pieschen präsent, um auf unser Forschungsinteresse aufmerksam zu machen und zu bewerben. Mit Hilfe von Zeitungsartikeln, Flyern, Plakaten, Informationsveranstaltungen sowie das gezielte Auslegen von Fragebögen, war es unser Ziel möglichst viele Personen ab einem Alter von 60 Jahren im Stadtbezirk Pieschen zu erreichen und eine Teilnahme an der Befragung zu ermöglichen.

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir unsere Ergebnisse zum Forschungsprojekt ausgewertet und unseren Forschungsbericht erfolgreich abgeschlossen haben. Im Zuge dieses kurzen Artikel möchten wir Ihnen gern ein paar Ergebnisse vorstellen. Zu Beginn ein paar allgemeine Informationen.

Es gilt anzumerken, dass insgesamt 91 Personen unseren Fragebogen ausgefüllt haben. Davon wurden 34 Fragebögen von männlichen und  57 Fragebögen von weiblichen Befragten abgegeben. Der größte Anteil der Befragten kam aus dem Stadtteil Trachau. Ein wichtiger Schwerpunkt unseres Fragebogens war die Nutzung der Angebote im Sozialraum. In diesem Kontext haben wir verschiedene Bereiche abgefragt.

Im Folgenden erfolgt eine kurze Zusammenfassung:

Bezüglich der Angebote (z.B. Krisen- und Seniorentelefon oder Nachbarschaftshilfe), welche von der Stadt Dresden angeboten, finanziert oder beworben werden, ist deutlich geworden, dass Menschen oftmals keine Kenntnis von diesen Leistungen besitzen. Darauf aufbauend ist folgende Schlussfolgerung entstanden: Dieses Ergebnis kann darauf zurückzuführen sein, dass derzeit kein Bedarf bei den Menschen besteht, oder aber diese Angebote möglicherweise in einem zu geringen Umfang beworben werden.

Des Weiteren erfragten wir die Teilnahme an den weiteren Angeboten zur sozialen Teilhabe im Stadtbezirk Pieschen. Wir haben in diesem Zusammenhang erfragt, welche der folgenden Angebote: Sportverein und andere sportliche Gruppen, Kirche oder wohltätige Vereinigung, Hobby-Club, politische Gruppen, Seniorenbegegnungs- und –beratungsstellen sowie Selbsthilfegruppen, genutzt werden. Am beliebtesten sind bei den Senior*innen die Sportangebote, welche von mehr als zwei Drittel der Befragten besucht werden.

Darüber hinaus wollten wir wissen, aus welchen Beweggründen die Personen ab einem Alter von 60 Jahren die Angebote nutzen. Die am häufigsten genannten Gründe waren hierbei, diese zur Freizeitgestaltung zu besuchen sowie um andere Menschen zu treffen. In diesem Zusammenhang war es uns wichtig, ebenfalls die Hinderungsgründe zur Teilnahme zu erfahren. Die meist angeführten Hinderungsgründe lauten, diese aufgrund von Zeitmangel und anderen Interessen nicht wahrzunehmen.

Schlussendlich wollten wir ebenfalls wissen, welche Angebote zur sozialen Teilhabe den Bewohner*innen des Stadtbezirks Pieschen fehlen. Diese Frage wurde von 16 Personen beantwortet. Sieben Personen wünschen sich ein Schwimmbad/-halle, vier Befragten fehlen kulturelle Angebote, drei Senior*innen möchten einen Ausbau der sportlichen Aktivitäten im Stadtbezirk, ein Mensch vermisst Grünanlagen und eine weitere Person wünscht sich ein Kino.

Diese und alle weiteren Informationen werden mittels unseres Forschungsberichts den Kooperationspartner*innen zur Verfügung gestellt. Dies ist deshalb von Relevanz, weil mit diesem Projekt unsererseits die Intention angestrebt wurde, die Bedürfnisse und Wünsche der Senior*innen offen zu legen, Verbesserungsvorschläge in Bezug auf die vorhandenen Angebote zur sozialen Teilhabe aufzuzeigen, aber auch positiv wahrgenommene Perspektiven zu explorieren.

Schlussendlich haben wir ein sehr breites Themenfeld untersucht, zu welchem von uns für die Zukunft viele weitere wissenschaftliche Studien als notwendig erachtet werden. Das hohe Interesse seitens der Kooperationspartner*innen und der Senior*innen hat uns zu einer intensiven Auseinandersetzung motiviert und wir hoffen, dass unsere Ergebnisse zu einer Sensibilisierung dieses Themas beitragen.

Abschließend möchten wir uns nochmals bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen unserer studentischen Forschung bedanken. Unser herzlicher Dank gilt ebenfalls unseren vielfältigen Kooperationspartner*innen. Ohne die zahlreiche Unterstützung wäre dieses studentische
Forschungsprojekt nur schwer umsetzbar gewesen.

Ein Gastbeitrag von: Katharina Weise, Charlotte Matthiessen und Carolin Teichert, Studentinnen der evangelischen Hochschule Dresden

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