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TSV Rotation Dresden: Sport mit Abstand – Nachwuchssuche geht weiter – Hoffen auf Wettkämpfe

Nun geht es Schlag auf Schlag. Nach der coronabedingten Pause kam Anfang Mai wieder Leben in den Vereinssport. Zunächst konnten Outdoor-Sportarten unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen. Prinzipiell ist unter Einhaltung eines Hygienekonzepts inzwischen auch der Sport in den Sporthallen wieder möglich, bisher davon ausgenommen waren die Schulsporthallen. Diese sollen nun nach und nach für den Vereinssport wieder freigeben werden. Nach der jüngsten Verfügung des Freistaates Sachsen kann man ab dem 6. Juni auf Abstandsregeln beim Training verzichten.

„Unsere Indoor- Sportarten mussten sich, sofern sie in Schulsporthallen trainieren, in Geduld üben oder nahmen unser Angebot zum Training auf unserem Sportplatz an. Da wir Schulsporthallen über ganz Dresden verteilt nutzen, stellte diese Tatsache unsere Sportler vor erhebliche Probleme und war unseren Sportlern nicht eben leicht zu vermitteln“, erzählt Ralf-Dietmar Günther, Geschäftsführer des TSV Rotation Dresden 1990 e.V.. „Nachdem die notwendigen Abstimmungen zwischen Schulverwaltungsamt und Eigenbetrieb Sportstätten erfolgt sind, wurde uns signalisiert, dass nun schrittweise die Freigabe der Schulsporthallen für den Vereinssport erfolgen soll“, fügte er hinzu und betont. „Wir sind darauf gut vorbereitet“. Ab 2. Juni können nun fast alle Indoor-Abteilungen, im Moment noch unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, wieder in den Schulturnhallen trainieren. Zwei von vier Gymnastikgruppen sowie die Hallenfußballer müssen sich aktuell weiter in Geduld üben, bis auch sie wieder ihren Übungsbetrieb aufnehmen können.

Sportler und Trainer waren kreativ

Not macht erfinderisch. In den letzten Wochen nutzten zum Beispiel die Sportlerinnen der allgemeinen Gymnastikgruppen das Angebot des Vereins und kamen mit ihren eigenen Gymnastikmatten zum Trainieren auf den Sportplatz. Die Tischtennisspieler waren ebenfalls kreativ. Sie trainierten Sportpark Ostra auf den vorhandenen Betonplatten oder spielten Tennis auf der Sportanlage Eisenberger Straße. Die Faustballer, die normalerweise nur in der Halle trainieren, haben eine Nutzungszeit im Sportpark Ostra erhalten. Die Billardspieler trainieren seit dem 12. Mai wieder im Sozialgebäude auf der Eisenberger Straße im Billard-Raum. Die Geräteturnerinnen absolvierten ihr Fitnesstraining zu Hause unter Online-Anleitung der Übungsleiter.

Die Jugger machen sich mit einem „Kartenspiel“ warm. Foto: TSV Rotation

Auf den Tennisplätzen des Vereins ist seit Mai wieder Betrieb – unter Einhaltung der Abstandsregeln. Auch die Fußballer trainieren kontaktlos ohne Mannschaftsspiele. Zurzeit stehen Zuspielübungen, Übungen am Ball sowie allgemeine Athletik im Vordergrund. Die Nutzung der Kabinen ist seit dem 18. Mai wieder mit eingeschränkter Personenzahl möglich. „Besonders im Training mit den Kindern ist der Personalaufwand unter den gegebenen Bedingungen derzeit groß“, so Ralf-Dietmar Günther.

Dankbar ist er den Mitarbeitern des Eigenbetriebes Sportstätten, die auch während der coronabedingten Pause die Außensportanlagen an der Eisenberger Straße sehr gut gepflegt haben. „Wir hatten vor Ort immer einen kompetenten Ansprechpartner“, betont er.

Hoffnung auf Wettkämpfe ab September

Alle Sportler und Trainer sind froh, dass das gemeinsame Training wieder möglich ist. Auf das Kräftemessen mit anderen Mannschaften müssen sie jedoch noch eine Weile verzichten. „Bis zu den Ferien wird es voraussichtlich keine Wettkämpfe geben. Alle hoffen, dass die Entwicklung der Fallzahlen sowie die gesetzliche Lage es ab September wieder erlaubt. Die Wettkampfserien sind durch die Verbände alle abgebrochen. Zum Beispiel gibt es im Fußball diese Saison keine Absteiger. Aufsteiger werden nach der Quotientenregel ermittelt“, erläutert Günther. Er ist nicht nur Geschäftsführer des Vereins, sondern gleichzeitig Abteilungsleiter der Fußballer. Dementsprechend verfolgt er auch interessiert das Geschehen in den Profiligen. Die regelmäßigen Tests auf Corona bei den Profispielern sieht er positiv, um die Gefahr einer weiteren Ausbreitung einzudämmen. „Im Amateursport ist so etwas nicht umsetzbar. Wer soll das denn bezahlen?“, meint er und hofft einfach, dass es die allgemeine Lage ab September wieder zulässt, den Ligaspielbetrieb auch in den unteren Ligen wieder aufnehmen zu können. Das Männerteam des TSV Rotation Dresden spielt derzeit in der Landesklasse. Die Nachwuchsteams sind in den stadtweiten Ligen aktiv.

Sichtungstermine für Fußballnachwuchs

Beim TSV Rotation Dresden lernen Nachwuchskicker ab fünf Jahre unter fachkundiger Anleitung nach modernen Trainingsmethoden das Fußball-ABC. Allein in der F-Jugend stehen dafür vier Trainer und in der E-Jugend fünf Trainer zur Verfügung. Sven Villain, Nachwuchsleiter Kleinfeld (D- bis G-Jugend) freut sich daher auch auf weiteren Zuwachs. Dafür bietet er mit seinen Trainerkollegen drei Sichtungstermine an für alle Fußballbegeisterten der Jahrgänge 2012 und jünger: 26. Juni, 3. Juli und 10. Juli jeweils von 16.30 bis 18 Uhr auf der Sportanlage an der Eisenberger Straße 1a.

Rotation fussball training

Auch die Fußballer hoffen auf die Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebes. Foto: TSV Rotation

Idealerweise nehmen die Kinder an allen drei Terminen teil. Aber auch wer nur an einem oder zwei Terminen Zeit hat, ist willkommen. Die Kinder sollten möglichst bereits in Sportsachen kommen, da die Kabinen nur mit eingeschränkter Personenzahl nutzbar sind und auch etwas zu trinken dabei haben. Um Anmeldung per Email an sven-villain@tsv-rotation-fussball.de oder telefonisch unter 0179-5326533 wird gebeten.

Juggerspieler trainieren Kraft und Kondition

Seit Mitte Mai können die Juggerspieler wieder zu ihren gewohnten Zeiten trainieren (montags im Sportpark Ostra, mittwochs auf dem Sportplatz der Eisenberger Str. 1a, sowie donnerstags auf dem Sportplatz an der Wurzener Straße). Aufgrund der bestehenden Abstandsregeln stand zunächst Ausdauer und Krafttraining auf dem Trainingsplan mit dem Ziel, Turnierkondition wiederzuerlangen. „Richtiges Spielen mit Duellen ist zurzeit nicht möglich. Das ist sicher ein Grund, warum zurzeit weniger Sportler zum Training kommen. Im Moment sind viele Jugendliche und unsere Turnierspieler beim Training“, so Abteilungsleiterin Helene Zeisig. In den Wochen zuvor haben sich alle individuell fit gehalten. Das für Juli geplante Königlich-Sächsische Hofturnier zu Dresden, das die Abteilung Jugger in diesem Jahr zum dritten Mal ausrichten wollte, muss leider ausfallen. Es soll nun im Sommer 2021 stattfinden. Dafür sind die Spieler schon jetzt auf Sponsorensuche. Auch wenn zurzeit im Training Jugger nicht vollends präsentiert werden kann, so freuen sich Helene Zeisig und ihre Mitspieler auch künftig über weitere Mitstreiter. (Kontakt und weitere Infos unter: E-Mail: helene-zeisig@tsv-rotation.de). Voraussichtlich diesen Herbst wird aber noch ein Trainingslager speziell für Trainer als Weiterbildung stattfinden.

Athletik-Online-Wettkampf der Kanuten

Die Kanuten können seit Anfang Mai ihre Außensportstätte wieder nutzen. Die Sportler trainieren in kleineren Trainingsgruppen und fahren zurzeit nur im Einer. Ebenso findet das Athletiktraining im Freien statt. „Mit der letzten Verordnung sind inzwischen zumindest die Umkleidekabinen wieder freigegeben. Jetzt hoffen wir, dass weitere Lockerungen folgen. Dann können wir auch die Mannschaftsboote wieder nutzen und die Trainingsgruppen anpassen“, erläutert Trainer Maik Bortmann. Das wäre wichtig, um die aktuellen Engpässe bei Bootsmaterial und Übungsleitern wieder aufzufangen.

Die Kanuten sind derzeit nur im Einer unterwegs. Foto: TSV Rotation

In der coronabedingten Pause sollten sich die Athleten zu Hause individuell fit halten. Die Trainer und Übungsleiter haben ihnen anfangs allgemeine Trainingspläne und Beispielübungen geschickt. „Später haben wir zusätzlich Training per Videokonferenz begonnen, um auch das Training Zuhause etwas anzuleiten“, blickt Maik Bortmann zurück. „Gemeinsam mit zwei weiteren Dresdner Kanuvereinen haben wir sogar einen kleinen Athletik-Online-Wettkampf durchgeführt, an dem insgesamt über 50 Sportler zwischen 8 und 16 Jahren teilgenommen haben.“

Grundsätzlich werden die Kanuten auch wieder neuen Kindern Schnuppertraining ermöglichen, bitten jedoch derzeit um vorherige Rücksprache, um dies auch mit einplanen zu können (info@tsv-rotation-kanurennsport.de.)

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