Mimenstudio Dresden Meinel Herzog

Neustart für Mimenstudio Dresden – Kurse, Workshops und Pantomimefestival

Die Tradition der im August 2018 aufgelösten Dresdner Pantomimeschule soll wiederbelebt und weitergeführt werden. Nach mehr als einem Jahr Pause kündigte der Verein Mimenstudio Dresden heute einen Neubeginn an. „Die Dresdner Pantomimeschule hat international einen großartigen Ruf“, erklärte der neue Vereinsvorsitzende Michael Meinel. „Die nonverbale Improvisationskunst von Ralf Herzog und seine Workshops beim Pantomimefestival zogen jedes Jahr Künstler aus der ganzen Welt nach Dresden. Diese über 40-jährige Tradition muss weitergehen“, betonte Meinel, der selbst ein ehemaliger Herzog-Schüler ist. Es werde wieder ein regelmäßiges Training und Kurse geben, „in denen wir gemeinsam mit Ralf Herzog Erfahrungen weitergeben und das Genre beleben wollen.“

Für die Durchführung der Kurse hat der Verein mit dem Projekttheater in der Louisenstraße einen Partner gefunden. Schon ab kommender Woche können Pantomime-Interessierte jeden Dienstag von 18.30 bis 20.30 Uhr den offenen Pantomimekurs besuchen.

imenstudio Dresden Meinel Klemmer

Jan Klemmer (l.) von der Stiftung Kunst und Kultur übergab Michael Meinel einen Scheck über 3.500 Euro. Foto: W. Schenk

Vom 23. bis 27. März ist ein Pantomime-Workshop im Theaterhaus Rudi geplant. Im November werde es nach einjähriger Pause das dann bereits 36. Internationale PantomimeTheaterFestival Dresden geben. Ralf Herzog, Begründer der Dresdner Pantomimeschule, sei
ehrenamtlich als Lehrer und Künstlerischer Berater mit an Bord, sagte Meinel.

Micheal Meinel hat den Verein im Ehrenamt übernommen. Der Experte für Data Analytics & Yield Management berät mit seiner Firma Unternehmen im Hightech-Fertigungsumfeld. Von 1994 bis 2000 war er selbst Schüler von Herzog und hat in dieser Zeit auch Kinder- und Erwachsenenkurse gegeben. Dann verließ er aus beruflichen Gründen Dresden für mehrere Jahre.

Inzwischen, so Meinel, habe man das Konzept des Vereins Mimenstudio Dresden neu ausgerichtet, neue Mitstreiter gefunden und bewährte Partner integriert. Die Teilnahmegebühr am wöchentlichen Kurs betrage 10 Euro pro Monat. „Unser Verein ist ebenso offen für unser Publikum, für Freunde der Pantomime, die das Genre unterstützen möchten“, betont Meinel. „Daher werben wir aktiv um Mitglieder und Sponsoren. Auch sie zahlen 5 Euro pro Monat oder einen Betrag, den sie selbst bestimmen können.“

Für den Workshop im Theaterhaus Rudi und das Pantomimefestival sucht der Verein jetzt intensiv Sponsoren. Mit der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden (OSD) kann er bereits einen ersten Erfolg verbuchen. Die Stiftung unterstützt den Verein mit 3.500 Euro. Jan Klemmer, Referent für Sponsoring bei der OSD, erklärte, dass die Stiftung den Verein auch in der Vergangenheit als Förderer begleitet habe. „Gerade in diesem Jahr war uns die Förderung wichtig, auch um ein Zeichen zu setzen, dass wir uns eine Kulturszene in Dresden ohne sie nicht vorstellen können und wollen“.

Ralf Herzog zeigte sich heute über die Aufbruchsstimmung im Verein sehr glücklich: „Innerhalb von 40 Jahren hat sich die Pantomime zu einer Kunst mit vielen Einflüssen und Facetten entwickelt. Sie ist zugleich die Basis aller darstellenden Künste. Jeder von uns beherrscht sie mehr oder weniger gut in seiner Körpersprache. Sich damit auseinanderzusetzen ist eine spannende Aufgabe und ich bin sehr froh, dass ich meine Erfahrungen beisteuern kann.“

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