Bibliothek Pieschen

Corona-Virus-Update: Bibliothek Pieschen schließt – kein Unterricht in Schulen

Die aktuelle Situation um die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 hat zu weiteren Einschränkungen im Publikumsverkehr in Dresden geführt. Ab Montag, 16. März, wird in Sachsens Schulen nicht mehr unterrichtet. Das Kultusministerium ordnete heute unterrichtsfreie Zeit an, Schülerinnen und Schüler werden aber betreut. Bereits ab 14. März schließen die Städtischen Bibliotheken Dresden – also auch die Bibliothek Pieschen für den Publikumsbetrieb. Zudem werden alle Museen in Trägerschaft des Freistaates geschlossen.

Unterrichtsfreie Zeit in Sachsens Schulen

Für alle öffentlichen Schulen hat das Kulturministerium ab Montag unterrichtsfreie Zeit angeordnet. Eltern, die arbeiten müssen, können ihre Kinder in die Schule schicken. „Das Lehrpersonal ist anwesend, um die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen. Eine Schulpflicht besteht nicht“, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums. Mit der Entscheidung werde den Eltern die Möglichkeit gegeben, sich bis zur Schließung von Schulen auf eine Betreuung von Kindern und Schülern im häuslichen Umfeld einstellen zu können. „Eine Entscheidung, ab wann Schulen und Kitas bis zum 17. April komplett geschlossen werden, wird im Laufe der kommenden Woche getroffen“, heißt es weiter. Die Durchführung von Prüfungen sei derzeit noch nicht gefährdet. Klassenfahrten seien bis auf weiteres abzusagen.

Bibliotheken, Museen, Kulturbetriebe schließen ab 14. März

„Die Entscheidung wird in Würdigung der derzeitigen Pandemieentwicklung getroffen, um die Ausbreitung des Virus zu hemmen und besonders gefährdete Menschen zu schützen“, heißt es in der Pressemitteilung der Städtischen Bibliotheken. Die Schließung soll voraussichtlich bis 19. April andauern. Entliehene Medien werden so lange automatisch verlängert, bis eine Rückgabe wieder möglich ist. Die Nutzer müssen dies nicht selbst tun. Es fallen keine neuen Säumnisgebühren an. Die Rückgabeautomaten in der Bibliothek Neustadt und der Zentralbibliothek sind weiterhin in Betrieb.

Alle Angebote der eBibo stehen während der Sonderschließzeit uneingeschränkt zur Verfügung. So können über die Onleihe E-Books ausgeliehen werden. Zeitschriften sind im Presseportal verfügbar. Interessierte Dresdner*innen, die noch keinen Benutzerausweis haben, können sich in Verbindung mit einem SEPA-Lastschriftmandat auch weiterhin per Selbstregistrierung für die
Bibliotheksnutzung anmelden und erhalten sofort Zugriff auf alle Online-Angebote.

Die Kulturbetriebe unter Trägerschaft der Landeshauptstadt Dresden stellen den Spielbetrieb ab Sonnabend, 14. März 2020, bis zum Sonntag, 19. April 2020, dem Ende der Osterferien, ein. Dazu gehören Dresdner Philharmonie, Europäisches Zentrum der Künste Hellerau, Dresdner Kreuzchor, Staatsoperette Dresden, tjg.theater junge generation und Societaetstheater.

Rathaus: Behördengänge auf das Nötigste reduzieren

Die Stadtverwaltung informierte darüber, dass ihre Dienstleistungen, Öffnungs- und Sprechzeiten derzeit nicht eingeschränkt seien. Allerdings werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, unnötige Kontakte und Besuche im eigenen Interesse zu vermeiden. Vor allem ältere, behinderte oder ausländische Menschen sollten von Verwandten, Bekannten und in der Nachbarschaft unterstützt werden. Die häufigsten Fragen lassen sich über den Onlineauftritt der Stadt Dresden beantworten. Die Startseite werde täglich aktualisiert und weise den Weg zu aktuellen Themen und Fragen. „Jeder sollte jetzt prüfen, ob sich Behördentermine aufschieben lassen oder Anliegen telefonisch zu klären sind“, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Rathaus. In der Übersicht aller städtischen Dienstleistungen können sich Bürger informieren, ob sie für ihr Anliegen persönlich vorsprechen müssen.

DVB: Desinfizierung gesichert – alle Türen öffnen automatisch

„Eine komplette Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs ist nicht geplant“, versicherte heute Falk Lösch, Sprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe. Die Verstärkungsfahrten zum Schülerverkehr würden jedoch vorerst eingestellt. Die Gefahr, in den Bussen und Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe mit dem Corona-Virus in Verbindung zu kommen, sei nicht größer als in jeder öffentlichen Einrichtung oder in den Supermärkten. Wichtig sei die Einhaltung der bekannten Grundregeln der Hygiene. Busse und Straßenbahnen würden regelmäßig desinfiziert. Das gelte auch für die Ticketautomaten.

Der Ticketverkauf beim Busfahrer werde eingestellt. Die Verkehrsbetriebe empfehlen darum, bereits im Vorfeld ein Ticket am Automaten zu lösen oder ein HandyTicket zu kaufen, das über die App DVB mobil angeboten wird. „Sollte es im Linieneinsatz einen Corona-Verdachtsfall in einem der DVB-Fahrzeuge geben, wird dieses sofort aus dem Verkehr gezogen und in der Werkstatt erneut gründlich desinfiziert“, betonte Lösch. Zudem müssten Fahrgäste die Halteknöpfe nicht mehr betätigen. Alle Türen öffnen an den Haltestellen automatisch.

 

 

 

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