August Theater Corona Aushang

August Theater: Stadtrat stimmt für Erhalt der Spielstätte im Rathaus Pieschen

Einmütig hat sich der Stadtrat gestern Abend für den Erhalt der Spielstätte des August Theaters im Rathaus Pieschen ausgesprochen. Mit 64 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung folgten die Stadträte dem Antrag von SPD und Grünen, mit dem die Stadtverwaltung aufgefordert wird, auch nach der Sanierung des Stadtbezirksamtes Pieschen Räume für eine Theaterspielstätte zur Verfügung zu stellen. Weil die Verwaltung andere Pläne hatte, war dem Theater durch die Stadt zum Jahresende gekündigt worden. Dies war Anlass für einen breiten öffentlichen Protest mit einer Online-Petition und der Unterstützung durch den Stadtbezirksbeirat Pieschen.

Auf der Tagesordnung des Stadtrates fand sich der Antrag zunächst als 36. und letzter Punkt wieder, mit geringer Aussicht auf Behandlung. Erst die Verschiebung in die „Tagesordnungspunkte ohne Debatte“ sorgte dann für das eindeutige Votum. Die Argumente waren ohnehin bereits ausgetauscht.

„Der Beschluss des Stadtrats setzt ein klares Signal: Das August Theater gehört zu Pieschen“, kommentierte Stefan Engel, SPD-Stadtrat für Pieschen die Abstimmung und mahnte. „Die Verwaltung sollte sich nun einen Ruck geben und die Kündigung des Mietvertrags aufheben.“ „Lösungsansätze sollten in der Intensivierung der Nutzung von Räumlichkeiten liegen“, forderte Kati Bischoffberger, Stadträtin für die Grünen in Pieschen mit Blick auf die Pläne, einen Beratungsraum mit 24 Plätzen einzurichten, obwohl der Bürgersaal im Rathaus überwiegend leer steht. Wichtig sei jetzt eine konstruktive Zusammenarbeit von Verwaltung und Planern mit den Theaterleuten.

„Dazu sind wir bereit“, betonten die Puppenspieler Randy und Grigorij Kästner-Kubsch. Wichtig sei nun, dass die Kündigung zum Jahresende zurückgenommen werde, damit das Theater Planungssicherheit bis zu dem Zeitpunkt habe, wenn die Bauarbeiten beginnen sollen. „Wenn gebaut wird, gehen wir raus“, sagte Grigorij Kästner-Kubsch. Darüber sei man sich in den bisherigen Baubesprechungen einig gewesen. Erst mit der unerwarteten Kündigung seien die geänderten Pläne der Verwaltung offenbar geworden.

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