Stadtteilbeirat fördert sechs Projekte – 12.000 Euro noch nicht vergeben

Ein Lastenrad und eine Verteilstation für nicht gebrauchte Lebensmittel gehören zu den Projekten, denen der Stadtteilbeirat für Pieschen Süd und Mickten am Mittwochabend  zugestimmt hat. Das Lastenrad soll im Unverpacktladen „Quäntchen“ in der Oschatzer Straße stationiert werden. „Wir möchten die Verbreitung der Lastenräder fördern und kümmern uns für die nächsten zehn Jahre um Wartung und Pflege des Fahrzeugs“, sagte Quäntchen-Inhaber Sven Wruck. Und er steuert einen Eigenanteil von 1.700 Euro zu den Anschaffungskosten von rund 6.000 Euro bei. Für die Buchung des Lastenrades wolle man die schon vorhandene Plattform von „Frieda und Friedrich“ nutzen. Bei der Wartung hoffe man auf Spenden der Nutzer, da die Buchung des Lastenrades selbst kostenfrei ist. Es wäre der zweite Standort für ein Lastenrad in Pieschen. Auch am vor wenigen Wochen eingeweihten Mobipunkt an der Haltestelle Altpieschen soll ein Lastenrad stationiert werden.

Einen foodsharing-Fairteiler will Antragstellerin Carolin Schluttig ins Leben rufen. „Um der Überproduktion entgegenzuwirken, sollen vor Vernichtung gerettete Lebensmittel an die BewohnerInnen verteilt werden. Dies dient dem Umweltschutz und ist darüber hinaus eine gute Möglichkeit, Begegnung zwischen Menschen verschiedener kultureller und sozialer Herkunft zu fördern. Ein Fair-Teiler bietet mehr als die
Verteilung von Lebensmitteln“, heißt es in dem entsprechenden Antrag. Sobald ein Standort gefunden ist, stehe der Förderung des Projektes nichts mehr im Wege. Der „Mole Spätkauf und Bistro“ ist bereits als Fairteiler auf der Dresdner foodsharing-Plattform gelistet.

Heidi Geiler, die treibende Kraft hinter dem Projekt Stadtteilfond für Pieschen-Süd/Mickten, ist froh, dass die ersten sechs Projektanträge genehmigt werden konnten. Sie hofft, dass sich bis zum 21. Oktober noch weitere Antragsteller finden, die ihre Ideen aus dem Fonds finanzieren möchten. Für Interessenten bietet Heidi Geiler eine Beratung an: Am 14. Oktober, 15 bis 17 Uhr, und am 17. Oktober von 15 bis 18 Uhr, im Büro des Vereins Pro Pieschen in der Oschatzer Straße 5. Noch 12.000 Euro stünden für die Projektförderung zu Verfügung, sagt sie. Die Entscheidung über die Förderanträge soll am 12. November auf der nächsten Sitzung des Stadtteilbeirates erfolgen.

Die Beratung über die Förderanträge soll jedoch künftig nicht das einzige Thema im Stadtteilbeirat sein. Heidi Geiler erhofft sich aus der Zusammensetzung des 20-köpfigen Beirates auch viele eigene Anregungen zur Verbesserung des Lebensqualität in Pieschen-Süd/Mickten. Das Projekt, das auf eine bundesweite Förderinitiative zurückgeht, ist zunächst auf diese beiden Stadtteile beschränkt.

Neben dem Lastenrad und dem foodsharing-Fairteiler hat der Stadtteilbeirat auch der Förderung der Initiative „Advent in Pieschen“, der Durchführung von Bodenuntersuchungen und der Errichtung eines Unterstandes im Mehrgenerationengarten „Aprikosengarten“ und der Abschlusspräsentation des Projektes „Pieschen Party-Kinder erleben gemeinsam kulturelle und religiöse Vielfalt im Stadtteil Dresden-Pieschen“ des IN VIA e.V. zugestimmt. Für die Förderung von Projekten stehen 20.800 Euro im Jahr 2019 zur Verfügung.

 

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