Übigau Zinggstraße Schild

Stadtbezirksbeirat: Zinggstraße soll vorerst Sackgasse bleiben – Sanierung der Treppe zu teuer

Die Zinggstraße in Übigau bleibt vorerst eine Sackgasse. Der Stadtbezirksbeirat hat sich am Dienstag mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Öffnung zur Elbe über eine historische Treppenanlage nicht weiter zu verfolgen. Ganz verwerfen wollten die Beiräte die Idee aber nicht. Sollten die Maueranlagen in der Zukunft einmal im Zuge des Hochwasserschutzes saniert werden, wolle man das Thema noch einmal aufgreifen, so die Argumentation.

Zustand der Treppe am Ende der Zinggstraße im Sommer des Jahres 1986. Foto: Archiv K. Brendler

Bis dahin wolle man darauf achten, dass das der Stadt gehörende Flurstück nicht verkauft werde.  Christian Wintrich, Leiter des Stadtbezirksamtes, hatte sich im vergangenen Jahr bei einem Ortstermin mit den Dresdner Denkmalschützern die Treppenanlage angeschaut. Die Treppen seien weitgehend zerstört. Die Sanierungskosten, so vermutete er, würden wohl im sechsstelligen Bereich liegen. Ob Mittel aus dem Etat des Stadtbezirksbeirates für den Wiederaufbau in Frage kommen, so die Stadtbezirksbeiräte, wolle man dann in diesem Zusammenhang klären.

Übigau Zinggstraße Tuer

Der Durchgang ist zugemauert. Dahinter befindet sich die Treppenanlage. Foto: W. Schenk

Die Treppenanlage an der Zinggstraße ist vermutlich in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet worden. Von der Treppe aus konnte man auch die Souterrainwohnungen erreichen, die sich in der 1989 abgerissenen Pionierkaserne befunden haben. Friedel Schubert, die sich für die Öffnung der Treppen bei den städtischen Behörden eingesetzt hatte, kennt diese aus ihrer Kindheit. Sie hat dort in der ersten Etage gewohnt. Die Treppe war früher ihr Spielplatz.

Noch im vergangenen Juni hatten sich die Stadtteilvertreter für eine Öffnung der Treppen ausgesprochen – in Abstimmung mit dem Pächter. Damals allerdings klang es nach deutlich weniger Aufwand. Die Übigauer Einwohnern sehen das Thema eher gelassen. Einige von ihnen erklärten, dass ein weiterer Zugang zur Elbe eigentlich nicht notwendig sei. Knapp einhundert Meter nördlich komme man über die Straße Altübigau an die Elbe, südlich gebe es einen weiteren, nicht so komfortablen, Zugang am Gewerbegebiet. Außerdem setzen viele darauf, dass auch am benachbarten Schloss Übigau bald ein Durchgang entstehe.

 

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Eine Meinung zu “Stadtbezirksbeirat: Zinggstraße soll vorerst Sackgasse bleiben – Sanierung der Treppe zu teuer

  1. Friedel Schubert 10. März 2019 at 10:59 -

    Die Treppe war nie mein Spielplatz ,im Grundstück gab es einen großen Hof der genug Platz zum spielen bot. Um schneller an die Elbe zu kommen haben wir eine Abkürzung durch die Kellergänge und Treppe genommen. Nach Abtragung der Hauswand lag Bauschutt auf der Treppe sie war zwar beschädigt aber auf einer Seite noch begehbar. Wer die Treppe so zerstört hat und den Torbogen zugemauert hat ist ein Eingriff in ein Denkmal geschütztes Objekt.
    Ich werde mich weiter für die Treppe einsetzen.

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