Maxim Gorki Straße Schulen

SPD fordert mehr Verkehrssicherheit für Schulen an der Maxim-Gorki-Straße

Mehr Verkehrssicherheit für über 2.000 Kinder und Jugendlichen in den Schulen an der östlichen Maxim-Gorki-Straße hat die SPD-Stadtratsfraktion gefordert. Hier befinden sich mit dem BSZ für Gesundheit und Sozialwesen, der 147. Grundschule und der Johann-Friedrich-Jencke-Schule, dem Förderzentrum für Hörgeschädigte, samt Hort und Wohnheim sowie einer bilingualen Kita eine Vielzahl an Bildungseinrichtungen mit einem breiten Einzugsbereich. Das BSZ ist auf Standorte an der Maxim-Gorki-Straße und dem Neubaukomplex an der Döbelner Straße verteilt. Täglich müssen die jungen Leute und das Lehrpersonal hier mehrfach die Straße überqueren, auf der jeden Tag etwa 11.000 Autos unterwegs sind.

„Schon seit längerer Zeit kämpfen die Schulen um eine Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der Maxim-Gorki-Straße zwischen der Trachenberger Straße und der Döbelner Straße“, erklärte Stefan Engel, Pieschener SPD-Stadtrat. Er wollte von der Stadtverwaltung Auskunft zu den möglichen Planungen für die Erweiterung des Tempo 30-Bereichs und einer sicheren Querungsmöglichkeit auf Höhe der Döbelner Straße. In ihrer Antwort verweist die Stadtverwaltung nun auf laufende Planungen für eine Fußgängerampel auf Höhe der Döbelner Straße. Die Einführung von Tempo 30 zwischen der Trachenberger Straße und der Döbelner Straße sei hingegen nicht vorgesehen.

„Die Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der Maxim-Gorki-Straße ist überfällig. Wenn Schulen saniert, ausgebaut oder gar neu geschaffen werden, muss auch das Umfeld entsprechend angepasst werden“, reagierte Engel, der verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, und forderte die Stadtverwaltung auf, „die vorgesehene Ampelanlage zügig zu realisieren“.

Wenig Verständnis hat Engel dafür, dass die Ausweitung der Beschränkung auf  Tempo 30 wird. „An nur wenigen Stellen in Dresden ballen sich Bildungseinrichtungen auf so kleinem Raum. Gerade hier sollte die Einführung von Tempo 30 zumindest in den Schulzeiten eine Selbstverständlichkeit sein“, kritisierte Engel. Selbst der ADAC halte die Einführung von Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen für sinnvoll, wenn darüber Schulen oder Kitas angebunden werden, fügte er hinzu. Die Verzögerungen für den Auto- und Busverkehr wären überschaubar, der Abschnitt, auf dem bereits Tempo 30 gilt, um etwa 250 Meter verlängert würde.

2 Meinungen zu “SPD fordert mehr Verkehrssicherheit für Schulen an der Maxim-Gorki-Straße

  1. Im „Unfallatlas“ [1] sind in den Jahren 2016 bis 2018 genau zwei Unfälle auf der oben genannten Strecke verzeichnet.

    Einer zwischen Fußgänger und Radfahrer, ein weiterer zwischen PKW, Fußgänger und einem weiteren Verkehrsmittel (Bus?).

    Einer Pressemitteilung der Landeshauptstadt vom 13. Juli 2017 [2] ist Folgendes zu entnehmen:

    >>Mit etwa 90 Standorten befasst sich die Straßenverkehrsbehörde, von Amts wegen sowie auf Grund von Anfragen. Für 34 Standorte ist die Prüfung abgeschlossen. An 56 Standorten läuft die Prüfung noch.
    Bei den abgeschlossenen Fällen wurden an 16 Standorten Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 km/h erlassen.<<

    Die Spezialdemokraten machen – wie so oft – lieber auf Populismus statt die Arbeit der "Dresdner Unfallkommission" entsprechend zu würdigen.

    Über die Einführung von 30er-Zonen entscheidet die untere Straßenverkehrsbehörde und nicht die Politik… schon gar nicht eine ehemalige Volkspartei.

    Und das ist auch gut so!
    [1] https://unfallatlas.statistikportal.de/?BL=SN

    [2] https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2017/07/pm_025.php

    • Lieber Fidel,

      nur ganz kurz: Die beiden Anliegen haben wir uns keineswegs aus den Fingern gesogen, sondern wurden vom BSZ und von der Grundschule in Gesprächen an uns herangetragen. Sowas ernstzunehmen und noch einmal an die Verwaltung weiterzugeben, sehen wir schon auch als unsere Pflicht an. Ich maße mir da auch keine abschließende fachliche Beurteilung an. Dass eine Ende 2017 eröffnete Grundschule die Situation im Vergleich zum Stand im Unfallatlas ggf. aber noch mal ändern kann, dürfte ja hoffentlich auch unstrittig sein.

      Den Populismusvorwurf finde ich daher auch etwas schräg. Wenn es noch inhaltliche Anmerkungen gibt, kann man sich auch gerne bei uns melden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Stefan Engel

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