Hackenberg Paul Henrike Ehlers

Paul Hackenberg eröffnet Weingalerie mit Weinen aus Früchten und Blüten

Heute öffnet Paul Hackenberg seine Weingalerie in der Oschatzer Straße 20. Einladend glitzern die frisch geputzten Ladenfenster, im Inneren sind die Weinflaschen vor den großen Spiegeln an den Wänden und der Decke in Szene gesetzt. Im Hintergrund knackt das brennende Holz im Kamin. Genau die richtige Atmosphäre, um die Frucht- und Blütenweine zu verkosten und die eine oder andere Flasche mit nach Hause zu nehmen – um sie selbst zu genießen oder als ein besonderes Geschenk weiterzugeben.

Hackenberg Weingalerie

Viel Handarbeit steckt nicht nur im Wein – auch im Wegweiser. Foto: W. Schenk

„Seit 2009 beschäftige ich mich mit der Herstellung von Weinen aus Früchten und Blüten, die alle selbst gesammelt sind“, erzählt Paul Hackenberg. Die gelben Zwetschgen, aus denen die „Pieschener Mirabelle“ gekeltert wurde, stammen aus Gärten hinter den Häusern an der Bürgerstraße. Die Hagebutten und Holunderbeeren stammen aus den Zeiten, als es noch den Freiraum Elbtal gab. „Ja, das ist schon ein paar Jahre her. Der Wein reift im Keller in Holzfässern, der Holunder-Vanille-Wein zum Beispiel seit 2012“, erklärt Paul. Den habe er mit Portweinhefe angesetzt. Die Lagerung in den Barriquefässer verleihe dem Wein nun einen „abgerundeten Abgang“. Das besondere Aroma beim Apfel-Wildblüten-Met habe eine andere Ursache. „Das rührt von dem Wildblütenhonig her, der im Jahr 2014 besonders intensiv gewesen ist“, erzählt er.

Hackenberg Pieschener Mirabelle

Die Früchte für die „Pieschener Mirabelle“ sind in der Nachbarschaft gewachsen. Foto: W. Schenk

In der Mitte der Weingalerie steht ein 220-Liter-Fass aus Kastanienholz. Daneben sitzt Henrike Ehlers und beklebt die abgefüllten Flaschen mit Etiketten. Sie wird Paul beim Verkauf der Weine unterstützen. Am Wochenende bleibt das Geschäft aber geschlossen. „Da sind wir mit unserem Langos-Tempel auf dem Weihnachtsmarkt in Altkötzschenbroda“, sagt sie. Das habe Tradition, schon seit acht Jahren.

In der Oschatzer Straße 20 hatte früher der Augenoptiker Kaden sein Geschäft, davor war es Brillen-Bräuer. Die alte Einrichtung aus den 30er Jahren habe er mit viel Arbeit aus dem Dornröschenschlaf geholt, sagt Paul. Die Einbauschränke mit ihren vielen Schubfächern erinnern an die früheren Besitzer. Die Spiegel dagegen seien alle neu. Das Ladengeschäft kann man auch für Feiern mieten. Das Genusswerk habe hier seine Catering-Küche und die extra aufgebaute Tafel biete Platz für bis zu 20 Personen.

Hackenberg Weine

Liebevoll sind die Weine in der Weingalerie in Szene gesetzt. Foto: W. Schenk

Im Sommer ist das Team von Hackenberg Genusswerk als Caterer auf verschiedenen Festival und Stadtteilfesten unterwegs. „Jetzt will ich das Weihnachtsgeschäft testen“, meint Paul und hofft auch, dass die Kundschaft im benachbarten Unverpackt-Laden „Quäntchen“ neugierig genug ist, um nach dem Einkauf den Weg in seine Weingalerie zu finden. Es habe sich einiges getan in der Oschatzer Straße. Vielleicht, so meint er, lohnt es sich jetzt.

Service:

WAS: „Weingalerie“ Paul Hackenberg
WO: Oschatzer Straße 20
WANN: Montag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr
mehr Informationen über Hackenberg-Genusswerk 

3 Meinungen zu “Paul Hackenberg eröffnet Weingalerie mit Weinen aus Früchten und Blüten

  1. Der Laden daneben, ehemals „EISFREEZER“ ist ein Schandfleck.
    „Es tut sich was in der Oschatzer.“

  2. @ Boinzzler
    Für die einen ist das Glas halbleer, für andere eben halbvoll.
    Wer nicht sieht, dass mit dem Quäntchen und nun der Weingalerie innerhalb kürzester Zeit 2 Läden auf der Oschatzer eröffnet haben, die auf Nachhaltigkeit und regionale Produkte setzen, der will es anscheinend nicht sehen, dass sich etwas tut oder hat noch die Globus-Brille auf. Fortsetzung folgt hoffentlich – vielleicht ja sogar im ehemaligen „Eisfreezer“?!? Vielleicht haben Sie ja auch eine schöne Idee, Herr Boinzzler? 🙂

  3. Als Anwohner freue ich mich immer, wenn sich die vielen leeren Schaufenster in der Oschatzer Straße mit neuen Ideen füllen und wünsche jedem Ladengeschäft das dort eröffnet alles erdenklich Gute und viele Erfolge. Wenn es genug Spezialitätengeschäfte mehr schaffen würden sich dort länger zu halten, könnte die Straße vielleicht irgendwann mal wieder einen Abstecher wert sein. Nur die auch zukünftig verschärfte Parkplatzsituation wird man wohl nicht in den Griff bekommen können, was wieder dagegen sprechen wird. Geschäfte brauchen nun mal Parkplätze um Kunden außerhalb der Straße anzulocken.

    (P.S.: Ich hätte vermutlich nichts gegen einen Globus auf der Leipziger Straße, da der ja kein Spezialitäten-/Fachladen wäre sondern ein Allroundversorger wie der Elbepark, bräuchte man halt ein paar Abbiegeampeln in Richtung Bürgerstraße mehr bei gesteigertem Verkehr)

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