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Hufewiesen-Pläne werden offengelegt und auf zwei Bürgerversammlungen präsentiert

Der Bebauungsplan für die Hufewiesen in Trachau wird ab 4. November für sieben Wochen öffentlich ausgelegt. Während dieser Zeit hat jedermann die Möglichkeit, Einsicht in den Entwurf des Bebauungsplanes zu nehmen, sich über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie wesentlichen Auswirkungen der Planung zu unterrichten und Stellungnahmen an das Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden abzugeben. Den Rahmen für die Zukunft der Hufewiesen hatte der Stadtrat im Mai 2018 verabschiedet und der Stadtverwaltung den Auftrag erteilt, die elf Hektar große Fläche zu planen. Der zwischen Eigentümer, Bürgerinitiative, Stadträten und Verwaltung erzielte Kompromiss sieht vor, auf 1,6 Hektar zu bauen, auf 0,8 Hektar gewerbliche Nutzung zu ermöglichen und etwa sieben Hektar als öffentliches Grün zu entwickeln. Von den rund 400 Wohnungen, die das Berliner Unternehmen Adler Real Estate errichten will, sollen 20 Prozent als Sozialwohnungen angeboten werden.

„Jetzt beginnt der eigentliche gestalterische Prozess“, erklärte Anja Osiander, Sprecherin des Hufewiesen-Vereins und fügte hinzu. „Wir freuen uns besonders darüber, dass wir unsere Pläne für das sieben Hektar große öffentliche Grüne einbringen können.“ Darum hatte der Verein seit 2011 mit den Eigentümern des Areals, der Stadtverwaltung und der Öffentlichkeit gerungen. „Es ist ein schönes Gefühl zu spüren, dass die Bürgerbeteiligung gewollt ist“, sagte Osiander. Sie ist durch das Hufewiesen-Engagement stadtweit bekannt und bei Kommunalwahlen im Mai 2019 für die Grünen in den Stadtrat gewählt worden. Für sie sind die Hufewiesen ein „sehr gutes Beispiel dafür, wie Demokratie funktionieren sollte“. Demokratie bestehe eben nicht nur aus Wahlen, sondern auch aus dem gegenseitigen Zuhören und dem Austausch von Argumenten.

Hufewiesen drei Ideen

Die Nachbarn stellen ihre Hufewiesen-Ideen vor: am Mikro Michael Hecht von der Kulturwerkschule, neben ihm Moderatorin Anja Osiander. Katrin Schneider (r.) und Linda Stüwe (l.) hören zu. Foto: C. Trache

Auf zwei Bürgerversammlungen in der „Musikschule Goldenes Lamm“ will die Stadtverwaltung die Planungen für die Hufewiesen erläutern. Während am 15. November die grundsätzliche Aufteilung des Geländes und Einzelheiten zur geplanten Bebauung vorgestellt werden, soll es eine Woche später, am 22. November, um die Gestaltung des öffentlichen Grüns gehen. Dafür ist eine breite Bürgerbeteiligung geplant. Diese soll von einem Planungsbüro moderiert werden. Gute Erfahrungen mit diesem Vorgehen hat die Stadt zum Beispiel bei der Gestaltung des Grünzuges Gehestraße gesammelt. Hier hatte ein erfahrenes Büro die Ideen der Anwohner auf einer Planungswerkstatt eingesammelt. Vieles davon wird jetzt umgesetzt.

Für die Gestaltung der Hufewiesen als öffentliches Grün gibt es bereits eine Vielfalt von Ideen. Einigkeit herrscht darüber, dass die Hufewiesen als ein Park der Begegnungen von und für Generationen, zur Wiederbelebung alter Traditionen des ländlichen Bereiches, für Pflanzen, Menschen, Tiere und Trachen, zur Erholung und für den Sport, entwickelt werden soll, „der uns aufzeigt, was ohne viel menschliches Zutun aus der Natur entstehen kann“, hatte Anwohnerin Katrin Schneider bei einer vom Verein organisierten und dokumentierten Ideenwerkstatt erklärt. Alle diese Vorstellungen, so Anja Osiander, wolle der Verein nun im Prozess der Bürgerbeteiligung einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

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    • Die Modalitäten über die Offenlage werden in der nächsten Ausgabe des Amtsblattes am 24. Oktober veröffentlicht. Außerdem kann man sich auf dresden.de/offenlagen informieren. Wir werden auf Pieschen Aktuell auch noch einmal darauf hinweisen.

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