Erste Hilfe Schule von Karsten Olzmann bietet jetzt auch Schwimmkurse an

Mehr als 2.000 Pflasterpässe hat Karsten Olzmann seit Juni 2018 an Kinder zwischen 5 und 8 Jahren vergeben können. Er ist Inhaber der Erste Hilfe Schule Dresden und hat seinen Sitz an der Leipziger Straße in Pieschen. In den Kursen werden die Kinder für Gefahren im Alltag sensibilisiert, lernen das richtige Verhalten für sich und andere in Unfallsituationen und Grundlagen der Ersten Hilfe für ein sicheres Reagieren in Notfallsituationen, erklärt Karsten Olzmann. Dazu gehöre zum Beispiel auch das Absetzen eines Notrufes. Viele Kindergärten und Kinderhorte hätten das Angebot im vergangenen Jahr bei ihm gebucht.

Auf den Matten wird nicht nur gelernt, sondern bei Kindergeburtstagen auch gefeiert. Foto: W. Schenk

Im Herbst beginne auch wieder die Zeit, wo Kindergeburtstage drinnen gefeiert werden. „Bis zum Frühjahr haben wir dann mindestens zwei Geburstagsgesellschaften pro Woche in unseren Räumen“, sagt er. Neben dem Pflasterpass-Programm können die Kinder einen menschlichen Torso auseinandernehmen oder sich am menschlichen Skelett ein Bild über ihren Körperbau verschaffen. „Der Torso und das Skelett stoßen immer auf großes Interesse bei den neugierigen Kindern“, beschreibt Olzmann seine Kinderparty-Erfahrungen. Wenn gewünscht, steuert er selbst gebackene Muffins bei.

Wichtigster Helfer bei Pflasterpass ist der kleine Igel. Foto: W.Schenk

Vor einer Woche feierte Karsten Olzmann ein ganz besondere Premiere. „Der erste Schwimmkurs für Kinder ist gestartet“, erzählt er voller Stolz. Eigentlich wollte er sich vor einigen Jahren mit einer Schwimmschule in Pieschen selbständig machen. Für die Kinder hier und in der Neustadt gebe es einfach zu wenig Schwimmflächen. Daran habe sich bis heute nichts geändert. Als Fachangestellter für Bäderbetriebe hat er eine Schwimmlehrer-Ausbildung und zudem mehrere Jahre als Tauchlehrer gearbeitet. Der Businessplan war geschrieben, inklusive Neubau mit einem kleinen Becken. Doch die Stadt hatte andere Pläne für den Standort.

Zwei Jahre lang habe er dann andere Optionen für eine Schwimmschule recherchiert. Zeiten in den städtischen Schwimmhallen zu bekommen, sei aber nahezu unmöglich, sagt Olzmann. In Bühlau habe man ihm den Freitagmorgen von 6 bis 7 Uhr angeboten. Auch bei Hotels mit eigenen Pools sei er abgeblitzt. Bei Fitness First an der Prager Spitze, gegenüber vom Hauptbahnhof, ist er dann fündig geworden. Der Club hat einen 15 mal 5 Meter großen und 1,35 Meter tiefen Indoor Pool. Da ist genug Platz, um mit bis zu neun Kindern im Alter zwischen 5 und 8 Jahren zu üben. Im ersten Seepferdchen-Kurs seien sieben Kinder. „Wir starten nicht mit technischen Übungen sondern wollen den Kindern zunächst die Angst vor dem Wasser nehmen“, erklärt der Schwimmlehrer. Zum Beispiel, indem sie sich entlang der Poolwand hangeln. Bei einer Tiefe von 1,35 Metern reichen die Beine der Kleinen nicht auf den Grund. Das sei schon sehr anspruchsvoll.

15 x 5 x 1,35 Meter: Der Indoor Pool im Fitness First an der Prager Straße ist bestens geeignet für die Kinder-Schwimmkurse. Foto: Fitness First

Schwimmgürtel oder Poolnudeln wären dabei gute Hilfen. 10 Zeitstunden umfasst ein Kurs, davon sind 45 Minuten reine Wasserzeit. Die meisten Kindern könnten danach die Seepferdchen-Prüfung ablegen: 25 Meter schwimmen – das geht hier mit einer Wende oder im Kreis, ein Sprung ins Wasser sowie Tauchen und einen Gegenstand vom Beckenboden hochholen. Weil das in schultertiefem Wasser erfolgen soll, werde er hier ein Podest im Pool versenken.

Während im Kurs, der im März startet, nur noch zwei Plätze frei seien, gebe es für den Kurs ab 7. Januar noch mehrere freie Plätze. Auf 145 Euro beläuft sich die Teilnahmegebühr für 10 Stunden. „Ich den Schwimmkursen steckt viel Herzblut“, sagt Karsten Olzmann und erzählt aus seiner Zeit als Schwimmlehrer in Meißen. Dort sei seine älteste Schülerin 83 Jahre alt gewesen und habe noch erfolgreich das Schwimmen gelernt.

Wichtigstes Standbein der Erste Hilfe Schule bleiben aber vorläufig die Erste-Hilfe-Kurse. Hier hofft er vor allem auf mehr Nachfrage aus Dresdner Unternehmen. Sobald eine Firma auch nur einen Angestellten hat, braucht es einen Ersthelfer, zitiert Olzmann die Vorschriften. Dieser müsse eine Ausbildung – das sind acht Zeitstunden – haben, sagt er. Die Kosten dafür würden die Berufsgenossenschaften übernehmen. Erste Erfolge könnte er bereits vorweisen. So habe er die Ersthelfer für alle Dresdner Netto-Filialen ausgebildet. „Hier hoffe ich auf deutlich mehr Nachfrage“.

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