Die letzte Ausstellung: Macher von Schimmel Projects nehmen eine kreative Auszeit

Ab Oktober ist Schluss für die nicht kommerzielle Galerie. Denn Schimmel Projects – Art Centre Dresden muss aus den Räumen in der Großenhainer Straße 61–63 ausziehen. Grund: Die Förderungen für den Kunstraum laufen aus. Ein neuer Mieter zieht zudem auch schon ab Oktober ein. Es entsteht ein Kampfkunststudio. Die Macher der Ausstellung sind jedoch nicht traurig – sie freuen sich vielmehr auf die kreative Pause. Rasmus Roos Lindquist erklärt: „Es hat uns viel Spaß gemacht, Ausstellungen zu organisieren. Doch das ist auch viel Arbeit – regelmäßig Künstler einzuladen und Ausstellungen auszurichten.“

Die Galerie konnte viele Interessierte erreichen

Im Oktober 2017 gründete Lindquist mit Philipp Raphael Putzer Schimmel Projects – Art Centre Dresden. Putzer ist nicht mehr dabei. An seine Stelle traten Josefine Schulz und Max Stühlen. Alle drei arbeiten ehrenamtlich in der Galerie und sind Meisterschüler an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. „Wir kannten uns schon vorher“, sagte Schulz. „Als Philipp gegangen ist, wollten Max und ich gern Rasmus unterstützen.“ Zusätzlich konnten sie in den beiden Jahren einen angestammten Helferkreis aufbauen, der bei fast jeder Ausstellung dabei war. Seit der Eröffnung gab es insgesamt 25 Ausstellungen. Die insgesamt 49 Künstlerinnen und Künstler kamen aus 18 verschiedenen Ländern (Deutschland, Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Französisch-Guayana, Holland, Island, Italien, Israel, Litauen, Polen, Rumänien, Schottland, Schweden, Schweiz, Südkorea und Ungarn).

Und die drei sind stolz. Darauf, dass sie mit ihrem Projekt viele Menschen erreichen konnten. „Die junge, zeitgenössische Kunstszene kennt uns – das freut uns immer wieder“, erklärte Lindquist. „Manchmal haben wir sogar das Gefühl, dass internationale Künstler und Kunstinteressierte uns häufiger kontaktieren“, ergänzte Schulz. „Aber auch hier in Dresden interessieren sich die Menschen. Zum Beispiel vorbeigehende Leute. Sie schauen oft interessiert durch das Fenster. Wenn wir sie eingeladen haben, betraten sie meist die Ausstellung.“ Schimmel Projects kooperiert zudem mit der Dresdner Kunstszene. Die aktuelle Rauminstallation „YGRG14X“ präsentieren sie mit der Art Science Lab der TU Dresden.

Ausblick: Es geht weiter mit Schimmel Projects

Auch in Zukunft wollen die drei Projekte organisieren. Am liebsten als sogenannte Pop-Up-Galerien. Das heißt zeitlich und räumlich begrenzte Ausstellungen, die nur einmal stattfinden. Denn Schimmel Projects – Art Centre of Dresden war immer schon als länderübergreifende Vernetzungsplattform gedacht: für junge, zeitgenössische Künstler. Bislang konnten sie auch schon Kontakte zu Galerien in Malmö und Mailand aufnehmen. Bis die drei jedoch weitermachen, sammeln sie erst mal ihre Kräfte. Um eigene Projekte verstärkt voranzutreiben. Denn sie machen auch selbst Kunst, vorrangig Installationen.

Service: 

WAS: Dorota Gawęda and Eglė Kulbokaitė, „YGRG14X: reading with a single hand VIII“
WANN: 11.9. bis 22.9.2019,
Öffnungszeiten: Donnerstag 17 bis 22 Uhr, Freitag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr
Samstag, 21.9.2019, 14 Uhr, Workshop „The Identity of Things“ in der Installation
WO: Großenhainer Straße 61-63, Galerie Schimmel Projects, Art Centre Dresden,
KONTAKT: E-Mail, Instagram, Facebook

Bilder aus vergangenen Ausstellungen

 

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