airbnb schnarchpappe

Stadt einigt sich mit Airbnb auf automatisierten Einzug der Beherbergungssteuer

Dresdner Privatvermieter über die Airbnb-Plattform müssen die Beherbergungssteuer ab nächstem Jahr nicht mehr selbst an die Stadt abführen. Das trifft auch auf die mehr als 200 Vermieter von Wohnungen, Studios, Zimmern oder Gartenhäusern in den Stadtteilen Pieschen, Mickten, Trachau, Trachenberge, Kaditz und Übigau zu. Grund dafür ist eine Einigung der Stadt Dresden mit Airbnb. „Nach dieser Vereinbarung zieht Airbnb von allen Gästen, die eine Unterkunft über diese Plattform buchen, die Beherbergungssteuer bei der Buchung automatisiert ein und führt sie an die Stadt Dresden ab“, erklärte Rathaussprecher Kai Schulz.

Damit sei Dresden nach Dortmund und Frankfurt/Main die dritte Stadt in Deutschland mit einer entsprechenden Vereinbarung. Das, so Schulz. verringere den administrativen Aufwand sowohl bei der Stadtverwaltung als auch bei den Airbnb-Gastgebern.

„Homesharing ermöglicht allen Dresdnerinnen und Dresdner am Tourismus teilzuhaben und erweitert gleichzeitig das Angebot für Reisende aus der ganzen Welt. Wir freuen uns, dass wir mit dieser Partnerschaft verantwortungsvolles Gastgeben weiter stärken können und dabei gleichzeitig die Verwaltung entlastet wird”, kommentierte Alexander Schwarz, Geschäftsführer Airbnb Deutschland, die Vereinbarung. Und Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) fügte hinzu: „Wichtig ist für uns, dass die Vereinbarung die gesetzlichen Möglichkeiten der Steuererhebung nicht verändert, sondern ergänzt. So ist gewährleistet, dass die Steuer gleichmäßig in allen Fällen erhoben werden kann, in denen sie anfällt.“

Stadtweit werden pro Jahr mehr als 300.000 Übernachtungen in mehr als 800 Privatunterkünften über Onlineportale wie Airbnb, Wimbu oder 9flats gebucht. Die Zahlen aus einer Studie vom April 2016 dürften inzwischen weiter angestiegen sein. Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes musste Dresden die Regelung zu Bettensteuer zudem nachbessern. Die Befreiung von Gästen bei Anbietern mit weniger als fünf Betten sei nicht rechtmäßig, so das Gericht.

Die Kommentarfunktion wird 7 Tage nach Erscheinen des Beitrages geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren …

„Versuchst du’s mal mit Malen“ – Heinz Veit

Seit seiner Kindheit liebt Heinz Veit das Malen. Jetzt hat der Pieschener seine erste Ausstellung – im Alter von 94 Jahren. Heute wurde >>>

Zusammenstoß auf Kreuzung – Polizei sucht Zeugen

Am Montagabend gegen 21.10 Uhr ist es an der Kreuzung Leipziger Straße/ Lommatzscher Straße zu einem Verkehrsunfall gekommen. Die Fahrerin >>>

Mehr Autoverkehr in den Pieschener Melodien – Anwohner und Nutzer sehen Kinder und Fußgänger gefährdet

100 Euro Bußgeld sieht der aktuelle Katalog für Autofahrer vor, die in einer Spielstraße mit einer Geschwindigkeit zwischen 26 und 30 >>>

Einbruch in Büro – Kleintransporter gestohlen

Am vergangenen Wochenende sind Unbekannte in ein Bürogebäude an der Leipziger Straße eingebrochen. Über eine Feuertreppe haben sie >>>

Brendler‘s Geschichten: Der Leisniger Platz in Pieschen

Als der stadtnahe Arbeitervorort Pieschen am 1. Juli 1897 in die Haupt- und Residenzstadt Dresden eingemeindet wurde, musste etwa die Hälfte >>>