Mohnstrasse Mobilitätspunkt

Vier Mobilitätspunkte im Ortsamt Pieschen: Haltestelle Altpieschen startet 2019

An der Haltestelle Altpieschen soll der erste moderne Mobilitätspunkt im Ortsamt Pieschen errichtet werden. Er ist einer von sechs Pilotstandorten, an denen in der Stadt die Angebote von Bahn, Bus, Leihrad, Carsharing und Elektromobilität miteinander verknüpft werden. Der erste stadtweite Standort wird in dieser Woche am Pirnaischen Platz eingeweiht.

Die Bauarbeiten an der Kreuzung Leipziger Straße / Mohnstraße sollen im Laufe des Jahres 2019 abgeschlossen werden. Am Platzrand zur Leipziger Straße werden in der Nähe der Haltestelle „sechs Stellplätze für Leihräder eingerichtet, mit einer Erweiterungsoption“, erklärte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) auf Anfrage. „Drei Carsharing-Stellplätze entstehen in den Parktaschen entlang der Mohnstraße – zwei davon für Elektroautos“, fügte er hinzu. Zwei weitere Stellplätze würden mit einer öffentlichen Elektroladestation ausgestattet. An der Haltestelle kreuzen zudem die Straßenbahnen der Linien 4, 9 und 13.

Mobilitätspunkt Ausstattung

Geplante Ausstattung eines Mobilitätspunktes. Quelle: dresden.de

„ÖPNV sowie Rad- und Fußverkehr sind platzsparend, emissionsarm und gesundheitsfördernd. Elektromobilität soll gefördert werden. Auch der Ansatz ‚teilen statt besitzen‘ ist wichtig, da so weniger Fahrzeuge erforderlich sind und qualitätvoller, urbaner Raum zurückgewonnen werden kann“, kommentierte der Baubürgermeister die Initiative.

In Dresden gibt es derzeit 51 Ladepunkte für Elektroautos, drei davon als Schnellladepunkte mit 50 kW Gleichstromladung. Bis Ende 2019 würden durch die Drewag im öffentlichen Raum etwa 110 Ladepunkte errichtet, davon etwa 55 als Schnelllader mit bis zu 150 kW Ladeleistung. Bis Ende 2020 sollen nochmals 45 Ladepunkte folgen, davon etwa 25 als Schnelllader. Damit wären Ende 2020 206 Ladepunkte am Netz, 40 Prozent davon als Schnelllader zwischen 50 bis 150 kW Ladeleistung. „Wir wollen den Dresdnerinnen und Dresdnern komfortable und schnelle Mobilität anbieten für ihre Arbeitswege und Freizeitaktivitäten“, so Schmidt-Lamontain weiter. Etwa 20.000 Dresdnerinnen und Dresdner würden sich die 250 derzeit verfügbaren Carsharing-Fahrzeuge teilen. Rund 500 Fahrräder seien im stadtweiten Netz verfügbar.

Betreiber der Mobilitätspunkte sind die Dresdner Verkehrsbetriebe. Sie kooperieren dabei mit der Drewag Stadtwerke Dresden GmbH, der DDV-Medien mit ihren sz-bikes und der Firma teilAuto aus Halle/Saale als Carsharing-Betreiber. „Wir wollen Carsharing und Radverleih noch besser mit dem ÖPNV vernetzen und so unser Angebot ausbauen. Unsere Kunden sollen neue Mobilitätsoptionen erleben, ohne dass dies Auswirkungen auf den Fahrpreis hat“, sagte DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach.

Einen genauen Termin für die Fertigstellung des Mobilitätpunktes Altpieschen könne man nicht nennen, weil derzeit noch Genehmigungsverfahren und die Ausschreibung für den Bau laufen“, sagte Schmidt-Lamontain. Von den stadtweit 76 geplanten Mobilitätspunkten würden vier im Ortsamt Pieschen errichtet. Neben der Haltestelle Altpieschen seien der Elbepark sowie der P+R-Platz in Kaditz, die Kreuzung Wilder Mann / Döbelner Straße sowie der Alexander-Puschkin-Platz in Planung. Bis 2020 sollen auch hier die Arbeiten abgeschlossen sein.

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3 Meinungen zu “Vier Mobilitätspunkte im Ortsamt Pieschen: Haltestelle Altpieschen startet 2019

  1. Mal per ÖPNV betrachtet: Mit 4 „Mobilitätspunkten“ bindet man dann also 2x die Linie 9 (Elbepark, P+R – beide direkt nebeneinander), einmal die Linie 3 (Wilder Mann) und nochmal die Linie 9 plus 4 (Puschkin-Platz) an?

    Linie 13 ist nur per Umstieg erreichbar, genauso S-Bahnen (und hier wird’s wirklich kniffelig), Busse erreicht man welche? 64 (Elbepark) und 80 (Wilder Mann)? Keine 74, keine 79, keine 81?

    Wer plant sowas? Und was war das Auswahlkriterium? Verkehrsanbindung kann es ja nicht sein.

  2. äh.. da habe ich nicht richtig gelesen.

    mea culpa!

    Natürlich ist Altpieschen auch einer jener 4 Standpunkte und Elbepark/P+R nur einer – damit macht das ganze deutlich mehr Sinn.

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