scheel caroline 2305

Kunstforum RadioLenck zeigt Malerei von Caroline Scheel

„Alle Bilder haben etwas offenes. Das will ich auch so“, sagt Caroline Scheel. Am Donnerstag kann sich das Publikum selbst davon überzeugen. Im Kunstforum RadioLenck zeigt die junge Malerin Werke, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden sind. Das ist die Zeit, in der sie als Meisterschülerin bei Christian Macketanz an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden studiert hat. Neben der Malerei hat sie sich auch mit raumplastischen Installationen beschäftigt. „Aber nicht in der gleichen Intensität, wie mit der Malerei“, erzählt sie. Es sei aber eine „wichtige Erfahrung“ gewesen und gut, um zwischendurch auch einmal Abstand zu gewinnen. Zudem habe sie sich bei diesen Arbeiten viel mit der Materialität auseinandergesetzt. Das schwinge jetzt auch in der Malerei mit, zum Beispiel bei der Wahl der Untergründe, sagt die 28-Jährige und nennt MDF, Holzspan, ungrundierte Leinwand oder Seide als Beispiele. Auf Seide komme auch die Wandlungsfähigkeit der Ölfarbe gut zur Geltung.

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Noch sind nicht alle Bilder an ihrem Platz. Foto: W. Schenk

Die Motive für ihre Bilder findet Caroline Scheel in ihren eigenen Erlebnissen, in ihren Visionen und Eindrücken. „Sie können aber auch im Malprozess selbst entstehen. Manchmal fange ich einfach mit der Farbe an und schaue, was sich aus der Stimmung des Momentes entwickelt“, beschreibt sie einen anderen Zugang. Ob die verschiedenen Wege der Entstehung eines Bildes für den Betrachter erkennbar sind, kann sie nicht sagen. „Am Ende geht es um das, was zu sehen ist, um das Ergebnis“, meint die Malerin.

Mit dem Titel der Ausstellung habe sie sich schwer getan. Mehrere Namen hatte sie sich aufgeschrieben, als einzelne Worte oder Wortgruppen. Entschieden hat sie sich für „Verströme. Seltsame Rebellion“. Das widerspiegele am Ehesten den roten Faden, der sich durch ihre Arbeit in den vergangenen zwei Jahren gezogen habe. Den Menschen wahrnehmen, mit einer gewissen Leichtigkeit, aber auch mit dem, was aus dem Normalen herausfällt. Das könne auch etwas Positives sein, das man nicht immer gleich sehe. „Etwas Unerwartetes – das soll sich auch in meinen Bildern finden“, sagt die Künstlerin.

Ihre Werke hat sie bereits in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen in Dresden, Ulm, Magdeburg, Tokio 0der Berlin gezeigt. Jetzt ist Caroline Scheel auf das Echo des Publikums in den kommenden vier Wochen gespannt.

Service:

WAS: „VERSTRÖME“. Seltsame Rebellion, Malerei von Caroline Scheel
WANN: 24. Mai bis 24. Juni, Öffnungszeiten: Mi und Do 15 bis 20 Uhr, Sonntag 15 bis 18 Uhr, oder nach Vereinbarung unter 0172 6417766
Ausstellungseröffnung am 24. Mai, 19 Uhr, das Künstleringespräch führt Dr. Michael Wächter
WO: Kunstforum RadioLenck, Oschatzer Str. 14

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