Kita Genrebilder warnstreik

Kita-Warnstreik: Ein Drittel des Personal im Ausstand – 16.000 Kinder betroffen – anteilige Rückerstattung des Elternbeitrages

Wegen des Warnstreiks im öffentlichen Dienst waren heute 52 von 181 städtischen Kitas und Horten geschlossen. Neun Einrichtungen, die  bereits langfristig einen Schließtag angekündigt hatten, rechnete der Kita-Eigenbetrieb hier nicht mit. Weitere 91 Kindertageseinrichtungen konnten ihren Betrieb nur mit Einschränkungen aufrechterhalten, erklärte ein Rathaussprecher. „Etwa 1.200 Erzieherinnen und Erzieher aus städtischen Kindertageseinrichtungen und Horten sind dem Aufruf zum Warnstreik heute gefolgt“, schätzt Sabine Bibas, Leiterin des Kita-Eigenbetriebes. Das entspreche etwa einem Drittel der Belegschaft. Betroffen seien rund 16.000 Kinder und deren Eltern gewesen.

Die im Internet bereitgestellten Informationen seien von den Eltern sehr rege genutzt worden. Auf der entsprechenden Webseite zählte der Server mehr als 19.900 Zugriffe. Am Service-Telefon hätten sich nur 113 Betroffene gemeldet. Auch wenn sich viele Eltern verständnisvoll über die für alle Beteiligten schwierige Situation geäußert hätten, ist sich Bibas sicher, dass „mit weiteren Streiks das Verständnis deutlich abnehmen wird“. Und die Betriebsleiterin fügte hinzu. „Die Eltern benötigen Sicherheit bei der Betreuung ihrer Kinder. Ich hoffe deshalb sehr, dass sich die Tarifparteien auf eine Lösung verständigen können.“

Alle Eltern, die ihre Kinder heute streikbedingt nicht in die Einrichtung gebracht haben, erhalten automatisch eine anteilige Rückerstattung des Elternbeitrages., teilte ein Rathaussprecher mit. Dafür müsse kein gesonderter Antrag gestellt werden. Die Rückerstattung betrage ein Zwanzigstel des monatlichen Elternbeitrages und werde voraussichtlich mit der Beitragszahlung für den Monat Juli verrechnet.

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