Wohnungsbau am Alten Leipziger Bahnhof ist möglich. Bis zu 1.000 Wohnungen könnten dort unter Berücksichtigung aller Auflagen errichtet werden. Auf 75 Prozent der Fläche wäre eine Mischbebauung möglich. Dieses Ergebnis ist den Mitglieder des Stadtratsausschusses für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften im nichtöffentlichen Teil der Beratung Ende März präsentiert worden. Allerdings liegen die Ergebnisse der planerischen Studie zu Potentialen und Restriktionen für das Areal am Alten Leipziger Bahnhof noch nicht schriftlich vor. Es habe eine mündliche Information gegeben, erklärten mehrere Ausschussmitglieder übereinstimmend. Auch die Allianz für Dresden hatte gestern in einer Pressemitteilung darüber berichtet und Ausschussmitlgied Thomas Löser (Bündnis 90/Die Grünen) mit der Bemerkung zitiert. „Das Gebiet kann ganz normal als Wohnstandort entwickelt werden. Die Stadtvertreter sprachen sogar von um die 1.000 möglichen Wohnungen.“
„Spätestens jetzt müsste das ewige Hin und Her beim Alten Leipziger Bahnhof ein Ende finden“, reagierte Uwe Sochor vom Frankreichladen savoir vivre in Pieschen und Mitglied der Allianz für Dresden. „Es liegen alle Fakten auf dem Tisch. Elf Gutachten zum Globus-Vorhaben, davon zehn ablehnend, und nun die Machbarkeitsanalyse der Stadtverwaltung. Die Linke im Stadtrat hat nun wirklich keinen Grund mehr, die Aufhebung des Globus-Bebauungsplanes weiter aufzuhalten“, fügte er hinzu.
Auch Vincent Drews, der für die SPD im Bauausschuss sitzt, erklärte auf Anfrage, dass die Botschaft des Expertenberichtes klar gewesen sei. „Das ist ein begrüßenswertes Ergebnis“, sagte er. Drews hofft, dass die Linke-Fraktion im Stadtrat „sich nun auch bald offiziell zur Aufhebung des Globus-B-Planes und der Zukunft am Alten Leipziger Bahnhof positioniert“.
Derzeit befindet sich der Entwurf des Masterplanes 786.1 in der Beratung der Stadtratsausschüsse. Hier müssen sich die Stadträte zwischen einer Variante mit und einer ohne Globus entscheiden. Am 23. April tagt der Umweltausschuss, am 25. April könnte dann schon der federführende Bauausschuss die Weichen für das Masterplangebiet stellen und sich für die Variante ohne Globus entscheiden. Damit würde die Stadt einen attraktiven Wohnungsbaustandort gewinnen, meinte Drews. Er hoffe zudem, dass die Suche nach einem alternativen Stadtort für eine Globus-Ansiedlung in Dresden erfolgreich verlaufe.
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