Schulen Konkordienstraße Förderzentrum und 8GS

Schulnetzplanung: Breite Mehrheit im Stadtrat für Ausbau der 8. Grundschule

Die 8. Grundschule in der Konkordienstraße 12 soll schnell saniert und langfristig ausgebaut werden. Darauf haben sich Linke, Grüne, SPD und CDU im Stadtrat geeinigt. Für den Ortsamtsbereich Pieschen ist dies die weitreichendste Änderung am Entwurfes der Dresdner Schulnetzplanung für die kommenden fünf Jahre. Sie soll am 25. Januar 2018 vom Stadtrat verabschiedet werden. Die vier Fraktionen haben gemeinsam eine Mehrheit von 58 der 70 Sitze.

Die bildungspolitischen Sprecherinnen der vier Fraktionen – Anja Apel (Linke), Ulrike Caspari (Grüne), Dana Frohwieser (SPD) und Heike Ahnert (CDU) erläuterten heute im Rathaus das Paket mit den Änderungsvorschlägen. Der geplante Umzug der Robinsonschule, einer Schule für geistig Behinderte, von Plauen nach Pieschen ist damit vom Tisch. Die Verwaltung wird beauftragt, am Standort in Plauen Alternativen für den gewachsenen Bedarf an Grundschulplätzen zu suchen und bis zum 30. April Ergebnisse vorzulegen. Michael Fücker, Abteilungsleiter Schulbau und Schulentwicklung im Dresdner Schulverwaltungsamt, hatte bei der Präsentation des Verwaltungsentwurfes im Ortsbeirat Pieschen erklärt, dass dringend Platz für weitere 50 Grundschüler in Plauen gesucht werde. Um Platz zu schaffen, sollte die Robinsonschule nach Pieschen in die Konkordienstraße umziehen.

Da dies keine Mehrheit fand, stehe das Gebäude in der Konkordienstraße 12a als Ausweichquartier während der geplanten Sanierung der Grundschule zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass es bei dem geplanten Umzug der Außenstelle des Förderzentrums „A.S. Makarenko“ an den Hauptsitz in der Leisniger Straße bleibt. Dies ist für den Sommer 2019 geplant, wenn der Schulcampus Gehestraße seinen Betrieb aufnimmt. Bis dahin nutzt das Gymnasium Pieschen für ein Jahr den Neubau neben dem Förderzentrum. Nach Abschluss der Sanierung der 8. Grundschule soll diese in beiden Gebäuden als vierzügige Einrichtung ausgebaut werden.

„Wir haben uns auf zwei Änderungen mit weitreichenden Folgen verständigt“, sagte Heike Ahnert (CDU). Die eine betreffe den Standort der  Robinsonschule und bei der anderen gehe es darum, vorbeugend auf zu erwartende Engpässe bei der Versorgung mit Grundschulplätzen, wie zum Beispiel im Grundschulbezirk Pieschen 1 zu reagieren.

Modellprojekt für Schulzentrum geplant

Verständigt haben sich die vier Fraktionen auch darauf, am Schulstandort Maxim-Gorki-Straße ein Modellprojekt für ein Schulzentrum zu starten. Dabei sollen die 147. Grundschule und die Schule für Hörgeschädigte, Förderzentrum „Johann-Friedrich-Jencke-Schule“ die Möglichkeit bekommen, ihre Räume gemeinsam zu nutzen oder Personal an beiden Schulen einzusetzen, erläuterte Dana Frohwieser (SPD). Ein entsprechendes Vorgehen erlaube das geänderte sächsischen Schulgesetz ab Sommer 2018. Auch der Einsatz von Schulpsychologen oder Lerntherapeuten werde damit erleichtert, meinte Anja Apel (Linke). Voraussetzung für die Bildung des Schulzentrums sei die Zustimmung der Schulkonferenzen beider Schulen.

„Es ist ein gutes Zeichen, wenn wir nach draußen zeigen, dass wir uns einig sind“, sagte Ahnert. Auch wenn man sich nicht in allen Punkten mit Rot-Grün-Rot einigen konnte, würde das die CDU-Fraktion nicht davon abhalten, für den gemeinsam vorgelegten Änderungsantrag zu stimmen. Der umfangreiche Änderungsantrag sei Ergebnis der Voten aus den Ortsbeiräten und von mehreren Fachverbänden zum Verwaltungsentwurf der Schulnetzplanung, betonten die vier Bildungspolitikerinnen übereinstimmend.

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