Thema: Ortsbeirat

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Sondersitzung: Ortsbeirat tagt zu Wohnungsbau-Projekt an der Sternstraße

Der Bau von 460 Wohnungen an der Sternstraße rückt näher. Auf einer Sondersitzung wird der Ortsbeirat Pieschen am kommenden Dienstag über die Vorlage beraten. Es ist der einzige Tagesordnungspunkt. Am 29. September könnte dann im Stadtrat der Satzungsbeschluss gefasst werden.

Für die rot-grün-rote Stadtratskooperation ist die Entstehung der Beschlussvorlage ein Beispiel für eine gute Kooperation von Politik, Verwaltung und Investor. Anfang November 2015 sah das noch anders aus. Da wurde die Vorlage im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau vertagt.

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Der Investor plant familiengerechte Wohnungen zwischen 80 und 120 Quadratmetern. Quelle: Lineararchitekten

Dann hatten sich die Ausschussmitglieder von Linke, Grünen, SPD und CDU mit Investor und Verwaltung zusammengesetzt und einen Kompromiss erarbeitet. „Wenn Investoren nicht nur ihre Gewinnmaximierung, sondern auch soziale und städtebauliche Belange konstruktiv mit der Politik verhandeln, dann gehen Bebauungsplanverfahren auch besonders schnell und zügig voran“, betonte Martin Schulte-Wissermann von der Fraktion Die Linke. Man wolle nicht nur „abnicken, sondern selbstbewusst gegenüber Investoren die Interessen aller Dresdnerinnen und Dresdner durchsetzen“, fügte er hinzu.

Aufgrund der fortgeschrittenen Planung konnten Rot-Grün-Rot zwar keine Mietpreisbindung für einen Teil der Wohnungen mehr durchsetzen. Dafür machte der Investor Zusagen für einen gesicherten Anteil rollstuhlgerechter Wohnungen, eine bessere Infrastruktur für Carsharing und E-Autos und Zuschuss für 300.000 Euro für eine Kindertagessstätte.

„Unser Zuschuss für eine Kita muss noch vertraglich geregelt werden“, erklärte Norbert Linnemann, der mit dem Büro Lineararchitekten die Sternstraße Grundstücksgesellschaft aus Freiburg als Investor vertritt. Einen Termin für den Baustart wollte er aber noch nicht nennen. Er halte es für eher unwahrscheinlich, dass die Bagger noch vor Anbruch der Frostperiode rollen, meinte er. Zudem seien die  Erschließungsarbeiten noch nicht beendet. Er hatte den im November erzielten Kompromiss als eine Lösung beschrieben, bei der „alle erhobenen Hauptes den Tisch verlassen können“.

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