Thema: Marina Garden

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Stadt repariert Elberadweg – Töberich hat falschen Abschnitt zerstört

Die Geschichte um 59 Meter Elberadweg werden immer kurioser. Seit heute morgen um 7 Uhr lässt das Straßen- und Tiefbauamt den am Donnerstag zerstörten Weg wieder reparieren. Mit dem Bagger werden die Asphaltbrocken auf einen Lkw geladen und abtransportiert. Dann wird ein neuer Bitumen-Belag aufgetragen. Die Arbeiten sollen am frühen Nachmittag abgeschlossen sein. Dann muss der neue Belag etwa einen Tag auskühlen.

Regine Töberich: „Es tut mir sehr leid, ein solcher Fehler hätte nicht passieren dürfen.“

Heute Nacht hat die Architektin Regine Töberich eingeräumt, dass sie den falschen Abschnitt des Elberadweges weggebaggert hat. Gegen 1:00 Uhr veschickte sie eine entsprechende Pressemitteilung, fast zeitgleich postete sie den Text auf ihrer Facebook-Seite. „Bei der Übertragung der Grundstücksgrenzen auf die Google Map Karte, die als Arbeitsgrundlage für den Abriss des 59 m langen auf unserem Grundstück verlaufenden Teiles des Elbradweges dienen sollte, ist ein Fehler unterlaufen.

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Seit 7 Uhr wird repariert. Foto: W. Schenk

Der Teil des Elbradweges, der abgerissen wurde, befindet sich auf städtischem Grundstück, nicht auf dem Grundstück Marina Garden. Für diesen Fehler entschuldige ich mich in aller Form und übernehme die volle Verantwortung. Selbstverständlich lasse ich den Elbradweg an dieser Stelle von einer Fachfirma unverzüglich wieder in einen einwandfreien und ordentlichen Zustand versetzen oder übernehme, je nachdem nachdem für welche Variante die Stadt sich entscheidet, die Wiederherstellungskosten.“

Die Stadt hatte die Reparaturkosten gestern mit 12.000 bis 15.000 Euro veranschlagt. Das Tempo bei der Reparatur des Elberadweges dürfte auch mit einem Versprechen von Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz zusammenhängen. Er hatte für den Fall, dass Töberich ihre Drohung wahr macht, den vielzitierten Satz gesagt: „Dann nehmen wir dem Baggerfahrer den Zündschlüssel ab.“ Dazu ist es nicht gekommen. Als am Donnerstag Abend Baubürgermeister Jörn Marx und die Polizei anrückten, war der Elberadweg auf dem Abschnitt schon zerstört.

Töberich erinnerte in ihrer Erklärung daran, dass es ihr eigentlich um die Bauverhaben auf ihrem Grundstück geht. „Entstanden ist die Eskalation, weil die Rot-Rot-Grüne Stadtratsmehrheit Eigentum mit Füssen tritt“, betonte sie.

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Jürgen Wolf: Das wäre eine symbolische Aktion geworden. Foto: W. Schenk

Beim Streit zwischen Töberich und der Stadt geht es um das von der Architektin geplante Projekt Marina Garden. Linke, Grüne und SPD wollen statt des von DresdenBau geplanten Wohnhausensembles mit 244 Ein- bis Fünfraumwohnungen eine deutlich reduzierte Wohnbebauung durchsetzen. Außerdem sollen auf dem Gelände Flächen für Sport und Freizeit am Elbufer und ein öffentlich zugänglicher Freiraum für Ateliers, Kultur- und Kreativwirtschaft geschaffen werden. Die entsprechenden Beschlüsse sind im Stadtrat inzwischen gefasst worden.

Gestern Abend hatten sich an dem abgesperrten Stück Elberadweg spontan einige Anwohner aus Pieschen dazu entschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Über WhatsApp verbreiteten sie einen Aufruf, heute früh mit Schaufel und Schubkarre vorbei zu kommen, und mit den Reparaturen zu beginnen. „Das wäre eine symbolische Aktion geworden. Aber die Reaktionen waren begeistert und es wären sicher einige Leute zusammengekommen“, sagte Anwohner Jürgen Wolf. Wieviele es geworden wären, ließ sich nicht feststellen, da die Polizei den Zugang während der heute morgen begonnenen Bauarbeiten abgesperrt hat.

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