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Ortsbeirat Pieschen für Aufhebung des B-Planes zum Globus SB-Markt

Der Ortsbeirat Pieschen hat sich gestern mehrheitlich für einen alternativen Globus-Standort ausgesprochen. Die Stadträte stimmten einem gemeinsamen Antrag der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit zu und folgten einer Ergänzung der SPD-Ortsbeiräte, in der die Aufhebung des vom Stadtrat im März 2014 beschlossenen Bebauungsplanes verlangt wird. Gleichlautende Beschlüsse hatte am Montag auch der Ortsbeirat Neustadt, in dessen Grenzen das umstrittene Areal liegt, gefasst.

Obwohl die Stadtverwaltung skeptisch sei, wäre die Suche nach einer Alternative zum Gelände am Alten Leipziger Bahnhof einen Versuch wert, meinte Pieschens SPD-Chef und Ortsbeirat Stefan Engel. Obwohl mehrfach gefordert, habe sich leider „aufgrund der zögerlichen Haltung der Linken bisher keine Stadtratsmehrheit zur Aufhebung des noch bestehenden Bebauungsplans gefunden“, konstatierte Engel.

Das positive Votum im Stadtrat im März 2014 war zustande gekommen, weil sich fünf der zwölf Linke-Stadträte der Stimme enthalten hatten. So konnten sich CDU, FDP und Freie Bürger mit 32 zu 30 Stimmen durchsetzen. Bis heute hält die Spaltung der Linke-Fraktion in dieser Frage an.

Die Allianz für Dresden, in der sich die Gegner der Globus-Pläne zusammengefunden haben, wertete die Beschlüsse der Ortsbeiräte in einer Presseerklärung als „ein starkes Zeichen für eine kleinteilige Entwicklung des historischen Bahngeländes“. Es dürfe keine Hintertür für Globus mit Rückfahrkarte zum Alten Leipziger Bahnhof geben“, bekräftigt Johannes Eickerling, Geschäftsführer der Planungs- und Sanierungsgesellschaft mbH Dresden-Pieschen und Mitglied in der Allianz für Dresden. Er sei sicher, dass nach einer Aufhebung des Bebauungsplanes wieder Schwung in die Entwicklung der Leipziger Vorstadt komme. „Ich bin mir sicher, dass dann das ganze Thema Masterplan ganz schnell abgehandelt wird und die Stadt gemeinsam mit den Grundstückseigentümern das Areal neu ordnen kann. Die gute innenstadtnahe Lage ist schließlich ideal für einen ganzen Strauß verschiedener Nutzungen. Ein lebendiger neuer Stadtteil könnte entstehen“, so Eikerling.

Der Ortsbeirat stimmte gestern auch der Vorlage für die Bebauung an der Leipziger Straße 33, dem Projekt „Elbviertel am Alexander‐Puschkin‐Platz“ zu.

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